Rußrindenkrankheit macht wei­tere Baumfällungen notwendig

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Im Waldstück zwi­schen der Adolf-​von-​Menzel-​Straße und der Roseller Straße sowie zwi­schen der Tennisanlage und dem Sportplatz Zonser Heide müs­sen aus Sicherheitsgründen kranke Bäume gefällt werden.

Betroffen sind ins­ge­samt knapp 160 Bäume – vor­nehm­lich Bergahorne – die an der Rußrindenkrankheit lei­den. Sie sind umsturz­ge­fähr­det und wer­den in die­sen Tagen gefällt. Seit 2017 ist die Rußrindenkrankheit im Stadtgebiet von Dormagen zu einem Problem gewor­den. Insbesondere die Trockenheit der ver­gan­ge­nen Jahre gilt als aus­lö­sen­der Faktor für das ver­mehrte Auftreten der Erkrankung.

Vor allem im Sommer und Herbst 2020 muss­ten bereits zahl­rei­che Ahornbäume auf­grund die­ser Baumkrankheit gefällt wer­den. Zuletzt wur­den Bäume an den Böschungen zu den Autobahnbrücken und in den Windschutzstreifen im Stadtgebiet Dormagen entfernt.

Zu Beginn der Erkrankung begin­nen die Äste der Baumkrone zu wel­ken und schließ­lich abzu­ster­ben. Zudem kön­nen schwarze Flecken im unte­ren Bereich des Stammes sicht­bar wer­den. Im fort­ge­schrit­te­nen Stadium blät­tert oft­mals die Rinde an der Stammbasis ab.

Dabei wird auf dem Holz ein schwar­zer, ruß­ar­ti­ger Belag sicht­bar, auf dem sich die Pilzsporen befin­den. Die Sporen kön­nen beim Menschen zu gesund­heit­li­chen Beeinträchtigungen führen.

Zudem wer­den die Bäume teils inner­halb von weni­gen Wochen morsch und sind umsturz­ge­fähr­det. Deshalb müs­sen die betrof­fe­nen Bäume aus Sicherheitsgründen zeit­nah gefällt werden.

Die Hitze und Trockenheit der ver­gan­ge­nen bei­den Sommer macht dem Stadtwald Dormagen, aber auch den Straßenbäumen sowie den Bäumen in den Parkanlagen wei­ter schwer zu schaf­fen. Die Spätfolgen die­ser Dürresommer wer­den teil­weise erst jetzt sicht­bar. Auch für 2021 ist trotz des Regens im Januar noch keine Besserung in Sicht.

Temperaturen im Februar um die 20 Grad las­sen die Pflanzen viel zu früh und zu kräf­tig aus­trei­ben. So sind viele Bäume geschwächt und damit für Pilze oder Schädlinge im Allgemeinen leich­ter angreifbar.

Die Arbeiten wer­den mög­lichst scho­nend aus­ge­führt. Da die Fällungen im Forstbereich als Verkehrssicherungsmaßnahme durch­ge­führt wer­den, wurde die Naturschutzbehörde zwar infor­miert, eine Genehmigung ist aber nicht erfor­der­lich. Die not­wen­di­gen Arbeiten dür­fen auch inner­halb der Vogelschutzzeit aus­ge­führt werden.

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