Regelungen für Schulen ab dem 15. März 2021

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-​Westfalen (MSB) teilt mit: Die Landesregierung ermög­licht über den bis­he­ri­gen Schulbetrieb hin­aus ab Montag, 15. März 2021, für die Schülerinnen und Schüler wei­te­rer Jahrgangsstufen Phasen des Präsenzunterrichts.

Damit soll den Bedürfnissen der bis­her noch aus­schließ­lich in Distanzunterricht beschul­ten Kinder und Jugendlichen wie­der bes­ser ent­spro­chen und ein wich­ti­ges Signal auf dem Weg zu mehr schu­li­scher Normalität gege­ben wer­den. Angesichts des wei­ter­hin bestehen­den Infektionsgeschehens ist es hier­bei aber unver­än­dert gebo­ten, bei wei­te­ren Öffnungen des Schulbetriebs behut­sam und schritt­weise vorzugehen.

Dies bestä­ti­gen auch die Rückmeldungen aus den Gesprächen, die in die­ser Woche erneut mit den zahl­rei­chen am Schulleben betei­lig­ten Verbänden – mit Vertreterinnen und Vertretern der Lehrerverbände, der Schulleitungsvereinigungen, der Elternverbände, der Schulpsychologie, der Kommunalen Spitzenverbände, der Schulen in freier Trägerschaft und der LandesschülerInnenvertretung sowie der Schulaufsicht – geführt wurden.

Die nach­fol­gend auf­ge­führ­ten Regelungen zum Schulbetrieb in Nordrhein-​Westfalen berück­sich­ti­gen die erwähn­ten Abstimmungsprozesse und tra­gen dem Erfordernis des Infektions- und Gesundheitsschutzes Rechnung.

Regelungen für die Grundschulen
Die der­zeit gel­ten­den Vorgaben für die Ausgestaltung des Wechsels aus Präsenz- und Distanzunterricht wer­den unver­än­dert bis zu den Osterferien 2021 fort­ge­setzt. Maßgeblich hier­für sind wei­ter­hin die Regelungen in der SchulMail vom 11. Februar 2021.

Regelungen für die wei­ter­füh­ren­den all­ge­mein­bil­den­den Schulen
Die Vorgaben für den Unterricht in den Abschlussklassen gel­ten unver­än­dert fort. Hierfür sind eben­falls die Regelungen aus der SchulMail vom 11. Februar 2021 sowie die ergän­zen­den Ausführungen im Bildungsportal maß­geb­lich, die unter https://​www​.schul​mi​nis​te​rium​.nrw​.de/​t​h​e​m​e​n​/​s​c​h​u​l​s​y​s​t​e​m​/​a​n​g​e​p​a​s​s​t​e​r​-​s​c​h​u​l​b​e​t​r​i​e​b​-​c​o​r​o​n​a​-​z​e​i​ten zu fin­den sind.

Ab Montag, den 15. März 2021, keh­ren Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I sowie die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase der gym­na­sia­len Oberstufe und der ent­spre­chen­den Semester der Weiterbildungskollegs wie­der in einen ein­ge­schränk­ten Präsenzunterricht im Wechselmodell zurück.

Bei der Einführung des Wechselmodells sind aus Gründen der Kontaktreduzierung die Klassen bzw. Kurse in der Regel in zwei Gruppen zu tei­len, sodass es in den ver­blei­ben­den bei­den Wochen bis zu den Osterferien zu einem Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht kommt. Bei klei­nen Klassen und Kursen kann die Schulleitung ent­schei­den, auf eine Teilung zu verzichten.

Die Schülerinnen und Schüler aller Klassen und Jahrgangsstufen außer­halb der Abschlussklassen sol­len in annä­hernd glei­chem Umfang im Rahmen der räum­li­chen und per­so­nel­len Möglichkeiten der Schulen am Präsenzunterricht teilnehmen.

Keine Schülerin und kein Schüler soll län­ger als eine Woche ohne Präsenzunterricht sein.

Grundsätzlich sind in der Sekundarstufe I kon­stante Lerngruppen zu bil­den, sodass eine Durchmischung im Rahmen der äuße­ren Differenzierung, im Wahlpflichtbereich sowie im Unterricht der zwei­ten Fremdsprache ver­mie­den wird. Religionsunterricht wird in Präsenzphasen im Klassenverband erteilt.

Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 ist für die Tage, an denen sie nicht am Präsenzunterricht teil­neh­men kön­nen, wei­ter­hin eine päd­ago­gi­sche Betreuung vor­zu­se­hen, die sich nach den übli­chen Unterrichtszeiten richtet.

Schulen kön­nen im Rahmen ihrer räum­li­chen und per­so­nel­len Ressourcen, Schülerinnen und Schülern, die zu Hause keine lern­för­der­li­che Umgebung haben, das Angebot unter­brei­ten, unter Aufsicht in den Räumen der Schule an den Aufgaben aus dem Distanzunterricht zu arbeiten.

Ein regu­lä­rer Ganztagsbetrieb fin­det bis zu den Osterferien nicht statt.

Die Schulleitung ent­schei­det über die kon­krete Ausgestaltung des Wechselmodells. Bei der Entscheidung über die Ausgestaltung des Wechselmodells ist die Schulkonferenz im Rahmen der gel­ten­den Regelungen einzubeziehen.

Die Umsetzung die­ser Eckpunkte stellt die wei­ter­füh­ren­den Schulen vor erneute Herausforderungen, wobei die Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf die per­so­nelle und räum­li­che Situation unter­schied­lich sind. Im Rahmen der kon­kre­ten Möglichkeiten vor Ort orga­ni­sie­ren die Schulen mit Sekundarstufe I und II ihren Unterricht so, dass der Unterricht in den Abschlussklassen bis zu den Osterferien in unver­än­der­tem Maße fort­ge­setzt und gleich­zei­tig für alle übri­gen Schülerinnen und Schüler in größt­mög­li­chem Umfang Präsenzunterricht ange­bo­ten wer­den kann.

Mit die­ser Regelung kön­nen schul­spe­zi­fi­sche Gegebenheiten und Herausforderungen Berücksichtigung fin­den, die sich vor allem dar­aus erge­ben, dass Schulen mit Sekundarstufe I und Sekundarstufe II schon jetzt mehr Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen in Präsenz unterrichten.

Nach der lan­gen Zeit des Distanzunterrichts für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge, die ab dem 15. März 2021 antei­lig wie­der neu in den Präsenzunterricht kom­men wer­den, soll zunächst nicht die Leistungsüberprüfung im Mittelpunkt der ers­ten Präsenzunterrichtstage ste­hen, son­dern die Aufarbeitung der Erfahrungen der ver­gan­ge­nen Wochen, die Fortführung des fach­li­chen Lernens und eine Vorbereitung auf einen zuneh­men­den Präsenzunterricht nach den Osterferien. Im Unterstützungsportal der Schulpsychologie (www​.schul​psy​cho​lo​gie​.nrw​.de) fin­den Schulen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler unter dem Stichwort „Schule und Corona“ kon­krete Inhalte und Materialien, die für die der­zei­tige Situation, den Schul(neu)start, aber auch die nach­fol­gen­den Tage und Wochen hilf­reich sein können.

Bei Nachfragen und Unterstützungsbedarfen bitte ich Sie, sich auch an Ihre Schulaufsicht zu wen­den, die sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten unter­stüt­zen wird. In die­sem Zusammenhang möchte ich noch ein­mal dar­auf hin­wei­sen, dass es vor­über­ge­hend mög­lich ist, befris­tete Verträge aus den fle­xi­blen Mitteln für Vertretungsunterricht zu schlie­ßen. Nähere Informationen dazu erhal­ten Sie über die Bezirksregierungen.

Regelungen für die Förderschulen
Angesichts der Tatsache, dass die Schüler-​/​Lehrer-​Relation ins­be­son­dere in den Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung, Körperliche und moto­ri­sche Entwicklung, Hören und Kommunikation sowie Sehen die Bildung ver­gleichs­weise klei­ner Klassen erlaubt, ist durch die Schulleitungen zu prü­fen, ob ein Präsenzunterricht auch in vol­ler Klassenstärke erfol­gen kann. Dies hat den Vorteil, dass auf die Notwendigkeit par­al­le­ler Betreuungsangebote ver­zich­tet wer­den kann.

Bei ent­spre­chen­den räum­li­chen Voraussetzungen ist ein Präsenzunterricht in Klassenstärke auch in den Förderschulen der ande­ren Förderschwerpunkte grund­sätz­lich möglich.

Dies gilt auch vor dem Hintergrund der Impfpriorisierung für Beschäftigte an Förderschulen sowie auf­grund der beson­de­ren Schutzausstattung, die das Land den Lehrkräften für son­der­päd­ago­gi­sche Förderung zur Verfügung stellt.

Eltern, die aus begrün­de­ter Sorge vor einer Infektion ihr Kind nicht am Präsenzunterricht teil­neh­men las­sen wol­len, kön­nen es unter Vorlage eines ent­spre­chen­den ärzt­li­chen Attests davon befreien lassen.

Weitere Information fin­den Sie hier

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