Korschenbroicher „Mundartoffensive“: 70 Ortstafeln jetzt auch auf „Platt“

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Korschenbroich – Von „Hexbrook“ im Nordwesten bis„ Löttejleähn“ im Südosten verraten die Ortseingangstafeln, wie die Stadtteile in Mundart ausgesprochen werden. Direkt unter der amtlichen Bezeichnung steht der heimatsprachliche Name.

Die Schilder werden innerhalb der kommenden beiden Wochen entsprechend ausgetauscht. Die ersten neuen Ortstafeln sind bereits in Korschenbroich (Rheydter Straße Richtung Zentrum), Kleinenbroich (Rhedung Richtung Ortskern) und Glehn (Bachstraße Richtung Dorfmitte) zu sehen.

Sie wurden am Mittwoch von Bürgermeister Marc Venten und Vertreterinnen und Vertretern der jeweiligen Heimatvereine Ihrer Bestimmung übergeben. Die Aktion geht auf eine Initiative des Vereins zur Förderung der Mundart gemeinsam mit den ortsansässigen Heimatvereinen zurück und stützt sich auf einen NRW-Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2017.

Dieser erlaubt auch in Nordrhein-Westfalen zweisprachige Ortsschilder - wie sie in Norddeutschland seit Langem üblich sind - wenn die plattdeutsche Ortsbezeichnung in kleinerer Schrift unter dem hochdeutschen Namen ergänzt wird. Der Vorschlag stieß auf ein positives Echo im Korschenbroicher Stadtrat. Während eines Treffens im Rathaus einigten sich die Expertinnen und Experten aus den Vereinen auf die jeweils korrekte Aussprache und Schreibweise der einzelnen Ortsteile.

Dann ging es an die konkrete Umsetzung: Finanzierungspläne mussten aufgestellt und Zuschüsse mit der Bezirksregierung abgestimmt und beim Heimatministerium des Landes NRW beantragt werden. Darum kümmerten sich erfolgreich die Vereine aus Korschenbroich, Kleinenbroich und Glehn, sodass die übrigen Ortsteile mitversorgt werden konnten und die Aktion für die Stadt kostenneutral blieb.

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