Vorbereitungsarbeiten am Silbersee abge­schlos­sen – Pappelbestand soll erhal­ten bleiben

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Der Eigentümer der Flächen am Silbersee nörd­lich des Zinkhüttenweges hat im Zeitraum vom 1. bis 24. Februar in Abstimmung mit der Stadt Dormagen und unter Beteiligung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises eine Teilfläche von Gehölzen, über­wie­gend Sträucher, räu­men lassen. 

Die Arbeiten fan­den in Vorbereitung einer poten­zi­el­len Ansiedlung eines Unternehmens auf dem Gelände statt und wur­den von einer Fachfirma durch­ge­führt. Dabei wurde das Gelände noch nicht irrever­si­bel ver­än­dert. Von den Arbeiten betrof­fen war aus­schließ­lich der Bereich, für den seit 2001 der rechts­kräf­tige Bebauungsplan Nr. 426A der Stadt Dormagen gilt. Der Pappelbestand im nörd­li­chen Geltungsbereich des Bebauungsplans blieb unbe­rührt. Um Artenschutzverstöße zu ver­mei­den und Tiere in ihrer Brutperiode nicht zu stö­ren, fan­den die Arbeiten alle­samt noch im Februar statt.

Bei den Vorbereitungsarbeiten, die von der Unteren Naturschutzbehörde des Rhein-​Kreises Neuss inten­siv beglei­tet wur­den, sind arten­schutz­recht­li­che Belange berück­sich­tigt wor­den. Um die im Gebiet leben­den Eidechsen nicht zu gefähr­den und nicht in die Altlasten ein­zu­grei­fen, fan­den kei­ner­lei Bodenarbeiten statt.

Ein Experte für Faunistik begut­ach­tete im nörd­li­chen Geltungsbereich des Bebauungsplans mit­tels eines Forsthubsteigers alle Pappeln und unter­suchte die Bäume auf mög­li­chen Tierbestand. Um Fledermäusen, Vögeln und ande­ren Tieren wei­te­ren Lebensraum in unmit­tel­ba­rer Nähe zu schaf­fen, ohne durch das zukünf­tige mög­li­che Bauvorhaben beein­träch­tigt zu wer­den, wur­den im Uferbereich des Sees zusätz­li­che Nisthilfen und Fledermauskästen auf­ge­hängt. Der Pappelbestand soll bis auf Weiteres erhal­ten bleiben.

Wir haben von Anfang an Wert dar­auf gelegt, alle öko­lo­gi­schen und öko­no­mi­schen Aspekte bei die­sem Projekt in Einklang zu brin­gen. Wir haben natür­lich auch die öffent­li­che Debatte ver­folgt. Bei den Vorbereitungsarbeiten sind wir immer sehr behut­sam vor­ge­gan­gen“, betont der Bürgermeister.

Im Frühjahr /​Sommer wer­den die im Bereich des Bebauungsplans leben­den Zauneidechsen umge­sie­delt. Auch dies wird in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde erfolgen.

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