Wasseraustritt löst Chemieeinsatz aus

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Zu einem ver­mu­te­ten Gefahrstoffeinsatz rück­ten am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr Feuerwehr und Rettungsdienst in die Grevenbroicher Südstadt zur Straße An St. Josef aus. 

Polizeibeamte hat­ten an einem Kunststoffgefäß für Chemikalientransporte einen Stoffaustritt bemerkt und die Feuerwehr alar­miert. Aus dem Ablasshahn eines 1000-​Liter Container, der auf einem Lkw ver­la­den war, hat­ten die Beamten den Austritt einer Flüssigkeit fest­ge­stellt. Die Substanz tropfte von der Ladefläche auf die Straße und lief in den Gully.

Am Container ent­deck­ten sie zudem Warnhinweise, die dar­auf schlie­ßen lie­ßen, dass es sich um eine gif­tige Substanz han­deln könnte. Um Gefahren für Passanten und Anwohner zu mini­mie­ren, sperr­ten sie als Erstmaßnahme die Straße ab. Die kurz dar­auf ein­tref­fen­den Feuerwehrkräfte iden­ti­fi­zier­ten den Container anhand der Stoffkennzeichnung als Transportgefäß für eine Ammoniaklösung. Ammoniak in Reinform ist gif­tig und umwelt­ge­fähr­dend, kann Verätzungen aus­lö­sen und ist für sei­nen ste­chen­den Geruch bekannt.

Einen Geruch, der aller­dings – trotz des Flüssigkeitsaustritts – an der Einsatzstelle nicht fest­stell­bar war. Aus nach­voll­zieh­ba­ren Gründen, wie sich wenig spä­ter her­aus­stellte, als die zum Lkw gehö­ren­den Arbeiter an ihrem Fahrzeug auf­tauch­ten und erklär­ten, dass sich in dem Gefäß nur Wasser befinde. Eine Aussage, die die Fachkräfte der Feuerwehr wenig spä­ter mit zwei Schnelltests bestä­ti­gen konnten.

Die Transporteure hat­ten schlicht ver­ges­sen, bei der Umwidmung des Containers zum Wasserfass, die alten Warnhinweise zu ent­fer­nen – und zudem den Ablasshahn nicht kor­rekt geschlos­sen, was dann zum Austritt des Wassers führte.

Rund 20 Minuten nach dem Alarm war der zunächst auf­wen­dig erschei­nende Einsatz daher ohne grö­ßere Maßnahmen der Feuerwehr beendet.

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