Kreis legt Änderungsliste vor: Hebesatz soll auf his­to­ri­schen Tiefstand sinken

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Rhein-​Kreis Neuss – Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke und Kreiskämmerer Ingolf Graul haben jetzt die Änderungsliste für den Haushaltsentwurf 2021 an die Kreistagsmitglieder verschickt. 

Unter Berücksichtigung der aktu­el­len Entwicklungen seit der Einbringung des Haushaltes im Dezember 2020 kann der Hebesatz der Kreisumlage auf 34,56 gesenkt wer­den. Dies ist eine wei­tere Absenkung um 0,77 Prozentpunkte; das Umlageaufkommen sinkt um 5,9 Millionen Euro.

Damit sinkt der Hebesatz der Kreisumlage auf den nied­rigs­ten Stand seit der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements im Jahr 2007. Auch die Jugendamtsumlage, die von den Städten Korschenbroich und Jüchen sowie der Gemeinde Rommerskirchen gezahlt wird, kann um 718 000 Euro redu­ziert werden.

Mich freut, dass wir noch ein­mal erheb­li­che Einsparungen im Vergleich zu dem Hausentwurf vor­neh­men konn­ten und wir diese Verbesserungen durch eine Absenkung der Kreisumlage unmit­tel­bar an die Kommunen wei­ter­ge­ben kön­nen“, blickt Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke auf die Entwicklung des Haushaltsentwurfes.

Wie bereits bei der Einbringung des Haushaltes ange­kün­digt, konn­ten die Prognosen im Haushaltsentwurf jetzt in Teilen auf Grundlage des Rechnungsergebnisses für das Jahr 2020 noch ein­mal an die aktu­el­len Entwicklungen ange­passt wer­den. „Hier zeigt sich, dass es rich­tig ist den Haushalt nicht zu früh zu ver­ab­schie­den. So ergibt sich eine deut­lich höhere Prognosesicherheit“, so Petrauschke.

Zu der Verbesserung haben unter ande­rem eine um 2,7 Millionen Euro nied­ri­gere Prognose bei den Kosten der Unterkunft nach dem Sozialgesetzbuch II und gerin­gere Aufwendungen beim Pflegewohngeld (725 000 Euro) sowie der Hilfe zur Pflege (300 000 Euro) bei­getra­gen. Zudem wur­den auch die Baukosten für die Anschlussstelle Delrath an der K33 dem aktu­el­len Verfahrensstand ange­passt und die vom Kreistag beschlos­sene Gebührenkalkulation im Bereich des Abfallgebührenhaushaltes berücksichtigt.

Mehrausgaben in Höhe von 900 000 Euro für Personal im Corona-​Team des Kreis-​Gesundheitsamtes wer­den als Corona-​bedingte Ausgaben iso­liert. Insgesamt 5,8 Millionen Euro Aufwand für das Impfzentrum und 900 000 Euro für die Testzentren in Grevenbroich und Neuss wer­den durch den Bund und das Land erstat­tet. Das Haushaltsvolumen steigt im Ergebnisplan um 3 Millionen auf nun 574,5 Millionen Euro.

Der Haushaltsentwurf und die Änderungsliste wer­den nun wei­ter in den Fraktionen und Ausschüssen bera­ten. Die Verabschiedung soll plan­mä­ßig am 24. März im Kreistag erfolgen.

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