Stadt erhält rund 418.000 Euro aus dem NRW-​Förderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen”

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Die Stadt Meerbusch hat sich erfolg­reich um Gelder aus dem Förderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen” des Landes NRW beworben. 

Im Rathaus ging jetzt ein Zuwendungsbescheid über rund 418.900 Euro ein. Die Stadt hatte das Geld bean­tragt, um kon­krete Maßnahmen aus ihrem „Klimafolgen-​Anpassungskonzept” umset­zen zu kön­nen, das im Sommer 2020 ver­ab­schie­det wurde. Die Maßnahmen wer­den schon in die­sem Jahr zu 100 Prozent vom Land gefördert.

Ein wich­ti­ges Ziel, das nach einer umfas­sen­den Stadtklima-​Analyse für Meerbusch her­aus­ge­ar­bei­tet wurde: Große asphal­tierte oder gepflas­terte Flächen in den Ortskernen sol­len zumin­dest zum Teil ent­sie­gelt wer­den. Plätze wie diese ent­wi­ckeln sich ins­be­son­dere bei hoch­som­mer­li­chen Extrem-​Wetterlagen schnell zu flir­ren­den „Hitze-​Hotspots”, die das Mikroklima im gesam­ten Ort belasten.

Ein Beispiel: der Dr.-Franz-Schütz-Platz im Zentrum Büderichs, der größte Platz im Stadtgebiet – der­zeit als Park- und Festplatz genutzt. „Hier möch­ten wir 36 Stellplätze vom Asphalt befreien und statt­des­sen mit soge­nann­ten Rasengittersteinen bele­gen”, so der Technische Beigeordnete Michael Assenmacher. 18 große Bäume in mobi­len Pflanzkästen sol­len den Platz zusätz­lich beschatten.

Da die Bäume belie­big ver­setzt wer­den kön­nen, blei­ben grö­ßere Veranstaltungen wie das Schützenfest auf dem Platz wei­ter mög­lich. Eingreifen möchte die Stadt auch am Mataré-​Gymnasium in Büderich: Hier sol­len rund 650 Quadratmeter Schulhof bepflanzt und ein rund 1.400 Quadratmeter gro­ßes Flachdach begrünt wer­den. Gute Erfahrungen hat die Stadt unter ande­rem bereits bei der Entsiegelung und Umgestaltung des Schulhofes der Eichendorff-​Grundschule in Osterath gemacht.

Zusätzlich wird die Stadt mit­hilfe der NRW-​Fördermittel ein Programm auf­le­gen, das die Begrünung bestehen­der Gebäude finan­zi­ell unter­stützt. Am Technischen Rathaus in Lank und am Baubetriebshof in Strümp geht die Stadt bereits mit gutem Beispiel voran. „Begrünte Dächer und Fassaden hel­fen sehr wir­kungs­voll dabei, die kli­ma­ti­schen Verhältnisse in einer ver­dich­te­ten Stadtlandschaft zu ver­bes­sern”, so Michael Assenmacher. „Grün am Haus wirkt abküh­lend, es spei­chert und ver­duns­tet Regenwasser, bin­det Feinstaub und Kohlendioxid.”

Im Grünflächenkataster auf der Internetseite der Stadt kön­nen Hauseigentümer nach­se­hen, ob ihr Hausdach für Begrünung geeig­net ist. Eine Förderrichtlinie und Antragsformulare wird die Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz der Stadtverwaltung kurz­fris­tig erstel­len. Die Fördergelder sol­len schon in die­sem Jahr bereit­ge­stellt werden.

(18 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen