Fortschreibung: Mordkommission ermit­telt nach Tod eines Intensiv-Patienten

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei: Mit Pressemitteilung vom 08.02.2021 gaben die ermit­teln­den Behörden bekannt, dass auf­grund des Verdachts eines Tötungsdeliktes eine Mordkommission unter Leitung des Polizeipräsidiums Düsseldorf ein­ge­rich­tet wurde.
Der Tatverdacht rich­tet sich gegen eine 39-​jährige Krankenschwester. Nach der­zei­ti­gen Erkenntnissen könnte sie durch eine wei­sungs­wid­rige Reduzierung der ärzt­lich ange­ord­ne­ten Dosierung eines lebens­not­wen­di­gen Medikamentes den Tod eines lebens­be­droh­lich erkrank­ten 52-​jährigen Patienten ver­ur­sacht haben.

Sie soll den Tatvorwurf gegen­über Angestellten des Krankenhauses ein­ge­räumt haben. Der Patient ver­starb am 2. Februar 2021. Derzeit ist unge­klärt, ob der 52-​Jährige bei einer Medikamentenverabreichung gemäß der ärzt­li­chen Anweisung über­lebt oder einen mess­ba­ren Zeitraum län­ger gelebt hätte.

Die Tatverdächtige wurde vom betrof­fe­nen Krankenhaus frei­ge­stellt und durch Polizeibeamte am 5. Februar fest­ge­nom­men. Noch am sel­ben Tag erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehl wegen ver­such­ten Totschlags durch Unterlassen gegen die Beschuldigte, den er durch Beschluss vom sel­ben Tag unter Auflagen außer Vollzug setzte.

Derzeit schweigt die Tatverdächtige gegen­über den Strafverfolgungsbehörden zu den Vorwürfen. Die Ermittlungen der Mordkommission dau­ern an. Überprüft wird zudem ein Fall aus dem Jahr 2019, bei dem ein schwer vor­er­krank­ter Patient auf der Intensivstation des­sel­ben Krankenhauses in einen lebens­be­droh­li­chen Zustand geriet, nach­dem ihm mut­maß­lich durch eine bis dato unbe­kannte Person ein nicht benö­tig­tes Medikament ver­ab­reicht wurde.

Die Krankenschwester war auch in die­sem Verfahren eine der Tatverdächtigen. Durch die Ermittlungen konnte der Tatverdacht gegen sie sei­ner­zeit nicht erhär­tet wer­den. Das Verfahren wurde ein­ge­stellt. Es wird nun geprüft, ob die Ermittlungen gegen die Beschuldigte in die­sem Verfahren auf­grund der neuen Erkenntnisse aus dem aktu­el­len Verfahren wie­der auf­ge­nom­men werden.

(224 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)