Feuerwehr Meerbusch: Verhalten auf zuge­fro­re­nen Wasserflächen

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Frostige Temperaturen in der Nacht und schö­nes Winterwetter am Tag bede­cken viele Seen und ruhende Gewässer nicht nur mit einer dün­nen Eisschicht, son­dern laden gleich­zei­tig auch zu Sparziergängen in der Natur ein. 

Auf der einen Seite lockt die­ses sel­tene Schauspiel von Wasser und Eis, auf der ande­ren Seite lau­ern lebens­ge­fähr­li­che Gefahren, wenn die Tragfähigkeit des Eises unter­schätzt wird. Gerade vor die­ser Gefahr war­nen die Hilfsorganisationen in die­sen Tagen.

Abgesehen davon, dass es in Meerbusch grund­sätz­lich ver­bo­ten ist zuge­fro­rene See zu betre­ten, ist es auch lebens­ge­fähr­lich. Lassen Sie sich nicht von der Verlockung ver­füh­ren und gehen Sie aufs Eis. Die Eisdicke wird schnell falsch ein­ge­schätzt und kann sich schon auf weni­gen Quadratmetern ändern.

Nachfolgend ein paar Tipps, wenn, trotz aller Warnungen und Hinweise etwas pas­siert ist und Ersthelfer eine ein­ge­bro­chene Person im Eis ent­de­cken. Wichtig ist dabei, dass das eigene Körpergewicht groß­flä­chig auf dem Eis ver­teilt wird und somit nicht zu viel Last auf einen klei­nen Bereich wirkt.

So hel­fen z.B. Bretter, Leitern, Bohlen oder Surfbretter dem Retter dabei, nicht sel­ber im Eis ein­zu­bre­chen. Aber auch sons­tige Hilfsmittel wie Seile oder Eishockeyschläger kön­nen im Ernstfall prag­ma­ti­sche Mittel sein, um einen Eingebrochenen zu errei­chen und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu sichern.

Die Feuerwehr gibt, neben dem sofor­ti­gen Absetzen eines Notrufes 112, fol­gende Tipps zum Verhalten im Unglücksfall:

• Wer ein­bricht, sollte ver­su­chen, sich vor­sich­tig am Eis fest­zu­hal­ten oder dar­auf zu ziehen.
Wenn das Eis wei­ter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.

• Helfer soll­ten sich nicht selbst in Gefahr bringen:
Eigensicherung beach­ten und sein Gewicht ver­la­gern (z.B. Leinen und Bretter), nicht zu weit hinauswagen.
Setzen Sie sofort einen Notruf ab!
Geben Sie dabei eine genaue Ortsangabe oder mar­kante Punkte zur Orientierung an.

• Gerettete in warme Decken (Rettungsdecke) oder Jacken hül­len, vor­sich­tig erwär­men, nicht als „Hausmittel“ mit Schnee abreiben.

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