Gemeinde besei­tigt im Februar Baumschäden

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – Noch bis 28. Februar sol­len die Arbeiten im und am Baumbestand der Gemeinde dau­ern, die vor eini­gen Tagen ange­lau­fen sind. 

Insgesamt 1400 Bäume hat eine externe Baumprüferin ins Auge gefasst und bei 796 von ihnen Handlungsbedarf kon­sta­tiert. Im Fall von 22 Bäumen bedeu­tet dies, dass sie gefällt wer­den müs­sen, was Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert „lei­der auch für die Kastanie auf dem Friedhof an der Kirchstraße und die Trauerweide auf dem Oekovener Friedhof gilt.“

Dort, wo Gefahr im Verzug bestand, wurde diese sofort nach der Inspektion besei­tigt, die die Gartenarchitektin und Baumsachverständige Petra Ditzen vor­ge­nom­men hatte.

Im Großen und Ganzen geht es dem Wald gut“, sagt Petra Ditzen. „Vor zwei Jahren gab es mehr Bäume, wo drin­gend etwas getan wer­den musste“, lau­tet das Fazit der Sachverständigen: „Wir hat­ten jetzt drei Jahre heiße Sommer, da sind Trockenheitsschäden an Bäumen nor­mal.“ Unter dem Strich sei „der Bankbestand ganz in Ordnung“; so Petra Ditzen, die mit Blick auf eine Verbesserung auch um die Mitwirkung der Bevölkerung wirbt – ins­be­son­dere der unmit­tel­ba­ren Nachbarn von Bäumen.

Wenn jeder Anwohner sei­nem Baum im Sommer täg­lich einen Eimer Wasser gäbe, würde es bes­ser aus­se­hen“, ist sie über­zeugt. Für die ihr hin­läng­lich ver­traute Kritik über das anfal­lende Laub hat Petra Ditzen nicht allzu viel Verständnis: „Die Anwohner soll­ten sich nicht allzu viel übers Laub auf­re­gen und sich statt­des­sen bewusst machen, dass ein Baum die beste Klimaanlage ist.

Die fast 100 Jahre alte Kastanie in Rommerskirchen wies etli­che Risse, große Rindenschäden und eine Faulstelle auf. Die rund 70 Jahre alte Trauerweide in Oekoven ist vom Pilz Lackporling befal­len, weist stel­len­weise Hohlklang und näs­sende Stellen auf, wobei seine Wurzel aus­ge­fault ist.

Auch wenn neue gepflanzt wer­den: „Wir wer­den diese Bäume lei­der nicht 1:1 erset­zen kön­nen“, sagt Rudolf Reimert, dem zufolge die bei­den Bäume erhal­ten wur­den, so lange es geht.

Insgesamt müs­sen nach der Inspektion 22 Bäume gefällt wer­den. Zudem muss die Wurzel aus­ge­fräst wer­den. Erlaubt es der Standort, ist für die nächste Pflanzperiode im kom­men­den Herbst eine Ersatzpflanzung vor­ge­se­hen. 379 der nach dem Prüfungsergebnis nöti­gen Maßnahmen kann der Bauhof umset­zen. Dabei geht es um die Entfernung von Totholz, Stock- und Stammhieben, sowie darum, die Durchfahrtshöhe sicherzustellen.

In Treckerhöhe kann im Korb gear­bei­tet wer­den, für grö­ßere Bäume und Fällungen sind wir aller­dings nicht aus­ge­rich­tet“, betont Reimert. Arbeiten, die nur mit­hilfe eines Steigers zu erle­di­gen sind, betref­fen ins­be­son­dere die 207 „sanie­rungs­be­dürf­ti­gen“ Exemplare auf den Friedhöfen, aber auch Parkbäume, sowie sol­che in Schulen und Kitas (ins­ge­samt 210).

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