Fotos, Tagebücher und Videos: Archiv sucht wei­ter Corona-Dokumente

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Das Archiv im Rhein-​Kreis Neuss sam­melt wei­ter­hin Fotos, Aufzeichnungen und andere Dokumente zur Corona-Pandemie. 

Aus der Zeit des ers­ten Lockdowns im März und April haben Archivleiter Dr. Stephen Schröder und Martin Lambertz bereits umfang­rei­ches Material von Bürgern erhal­ten. Sie suchen dar­über hin­aus aktu­elle Dokumente aus der Zeit seit November 2020. „Wir wol­len doku­men­tie­ren, wie Menschen bei uns im Kreis die Pandemie erle­ben“, erläu­tert Stephen Schröder.

Für die spä­tere Rekonstruktion der Geschehnisse ist es wich­tig, dass in den öffent­li­chen Archiven nicht nur amt­li­che Verwaltungsunterlagen zur Verfügung ste­hen, son­dern auch soge­nannte ´Ego-​Dokumente´ ein­zel­ner Menschen sowie Berichte von Vereinen oder sozia­len Bewegungen.“

Bereits mehr als 350 Dokumente sind im Archiv in Zons bereits ein­ge­gan­gen: digi­tale Fotos und Videos von gesperr­ten Wegen und Spielplätzen, von geschlos­se­nen Geschäften und von Benefizaktionen für Senioren, aber auch per­sön­li­che Dokumentationen, Briefe und Tagebücher. Martin Lambertz berich­tet: „Eine Bürgerin hat uns bei­spiels­weise regel­mä­ßig kleine Geschichten und per­sön­li­che Gedanken zur Pandemie zukom­men las­sen, dies ist für uns von gro­ßem Wert.“

Besonders inter­es­sant sind für das Archiv per­sön­li­che Einschätzungen und Berichte, wie Menschen die Pandemie erle­ben. Archivleiter Stephen Schröder nennt Beispiele: „Wie gehen Familien mit der Schließung von Schulen und Kitas um? Oder wie erle­ben Betroffenen Quarantäne oder auch Krankheit?“ Interessant sei eben­falls ein Blick auf das Vereinsleben: In wel­cher Form hal­ten die Vereine den Kontakt zu den Mitgliedern?

Interessierte kön­nen ihre digi­ta­len Fotos, Videos und Dokumente per Mail oder auf Datenträgern über­mit­teln. Wer ana­loge Briefe, Tagebücher oder Gedichte hat, kann diese eben­falls dem Archiv zur Verfügung stel­len. Wichtig für alle, die per­sön­li­che Berichte abge­ben: Ihre Aufzeichnungen wer­den ebenso wie Tagebücher erst nach einer Schutzfrist all­ge­mein zugäng­lich gemacht.

Das Archiv an der Schloßstr. 1 in 41541 Dormagen ist per E‑Mail unter kreisarchiv@rhein-kreis-neuss.de erreich­bar und tele­fo­nisch unter der Nummer 02133 5302–10.

(10 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)