Fäll- und Schnittverbot: Wann Axt und Heckenschere im Schuppen blei­ben müssen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Wer die nächs­ten Wochen für Gehölzschnitt nut­zen möchte, hat nur noch bis Ende Februar Zeit. Denn ab dem 1. März gilt bis zum 30. September bun­des­weit das Fäll- und Schnittverbot. Axt und Heckenschere müs­sen dann im Schuppen bleiben.

Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky weist dar­auf hin, dass es in die­ser Zeit ver­bo­ten ist, Hecken und auch Büsche zu roden oder radi­kal zurück­zu­schnei­den. Grundlage ist das Bundesnaturschutzgesetz. Mankowsky erläu­tert: „Dies gilt auch inner­halb von Ortschaften, denn Hausgärten sind wich­tige Lebensräume: Hecken bie­ten klei­nen Tieren und Vögeln nicht nur Nist- und Versteckmöglichkeiten; sie sind außer­dem wäh­rend der Blütezeit zusam­men mit ande­ren Gartenpflanzen Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und viele andere Insekten.“

Erlaubt sind ab März nur scho­nende Form- und Pflegeschnitte. Ausnahmen gel­ten für behörd­lich ange­ord­nete oder zuge­las­sene Maßnahmen, die nicht zu einer ande­ren Jahreszeit durch­ge­führt wer­den kön­nen, und zum Beispiel für Bäume auf gärt­ne­risch genutz­ten Flächen und im Wald. Diese dür­fen, wenn keine Tiere darin nis­ten oder beson­ders geschütz­ten Arten wie bei­spiels­weise Fledermäuse vor­han­dene Baumhöhlen nut­zen, ent­fernt oder zurück­ge­schnit­ten werden.

Ulrich Schmitz, Produktgruppenleiter der Unteren Naturschutzbehörde, macht dar­auf auf­merk­sam, dass zudem beim Fällen alter Bäume außer­halb der Schonzeit eine vor­he­rige Artenschutzprüfung not­wen­dig sein kann. „Damit sol­len die Fortpflanzungs- und Ruhestätten von beson­ders geschütz­ten Arten erhal­ten wer­den. Außerdem soll ver­mie­den wer­den, dass Tiere ver­letzt oder getö­tet wer­den“, erklärt Schmitz.

Generell gilt: Wer einen Baum fäl­len oder Gehölz ent­fer­nen möchte, sollte sich vor­her genau infor­mie­ren, ob das erlaubt ist. Neben den natur- und arten­schutz­recht­li­chen Verboten sind hier auch die Regelungen etwa bestehen­der kom­mu­na­ler Baumschutzsatzungen oder von Bebauungsplänen zu beach­ten. Auskünfte hierzu erteilt die jewei­lige Stadt oder Gemeinde.

Weitere Infos zum Landschaftsschutz gibt es bei der Unteren Naturschutzbehörde im Amt für Umweltschutz des Rhein-​Kreises Neuss per E‑Mail: umweltschutz@rhein-kreis-neuss.de.

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