Kreisleitstelle zog Bilanz: Feuerwehr und Rettungsdienst rück­ten 76.600 Mal aus

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die Kreisleitstelle hat Bilanz gezo­gen: Insgesamt 76 600 Mal rück­ten Rettungsdienste und Feuerwehren 2020 aus, davon ver­zeich­ne­ten die Feuerwehren im Kreis 7.402 Einsätze. Außerdem spricht die Statistik von 69.198 Rettungsdienst-​Einsätzen und 26.122 Krankentransport-Fahrten.

Die Kolleginnen und Kollegen unse­rer Leitstelle haben im ver­gan­ge­nen Jahr unter schwie­ri­gen Rahmenbedingungen groß­ar­tige Arbeit geleis­tet“, sagt Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke. Hunderte Einsatzkräfte im Rhein-​Kreis Neuss stün­den 365 Tage im Jahr rund um die Uhr im Dienst für Sicherheit und Gesundheit. „Dies ver­dient unse­ren Respekt, unse­ren Dank und unsere Anerkennung“, so Petrauschke. Es sei gut zu sehen, „dass die Leitstelle, die Feuerwehren, die Polizei und die Hilfsorganisationen seit Jahren bewährt zusammenarbeiten“.

Die Einsätze im Bereich des Rettungsdienstes lagen deut­lich nied­ri­ger als zuvor. „Wegen Corona waren die Menschen weni­ger mobil, und es haben kei­ner­lei Großveranstaltungen statt­ge­fun­den“, erklärt Marcus Mertens, der Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung. Auffällig sei jedoch der enorme Zuwachs an Anrufen, die nicht unmit­tel­bar Feuerwehr und Rettungsdienst zuzu­rech­nen sind. „Viele Menschen haben sich auf­grund der Pandemie rat- und hil­fe­su­chend an die Kreisleitstelle gewandt, so dass sich das Anrufaufkommen in die­sem Bereich auf 63 747 tele­fo­ni­sche Kontakte erhöht hat“, so Mertens.

Während des Sturmtiefs „Sabine“ am 18. Januar ver­gan­ge­nen Jahres wur­den 662 Einsätze für das gesamte Kreisgebiet dis­po­niert und bear­bei­tet. Der Starkregen am 13. August machte 273 Einsätze nötig. Bei einem wei­te­ren Starkregen-​Ereignis nur drei Tage spä­ter wur­den 69 Einsätze gefah­ren. Alle diese Einsätze sind zusätz­lich zum nor­ma­len Tagesgeschäft dis­po­niert wor­den. „Hier liegt der Mittelwert täg­lich bei rund 400 Einsätzen im Bereich Feuerwehr, Rettungsdienst und Vermittlungen“, berich­tet Amtsleiter Mertens.

Die Kreisleitstelle zählt ins­ge­samt 40 Mitarbeiter, davon 30 in der Disposition – alle­samt erfah­rene Feuerwehrleute und aus­ge­bil­dete Rettungsassistenten. Sie koor­di­nie­ren im Schichtdienst die Einsätze der Feuerwehren und Rettungsdienste von Meerbusch bis Dormagen. Ob Schlaganfall, Atemnot oder Brand in der Wohnung: Mit Hilfe einer struk­tu­rier­ten Abfrage ermit­teln die Fachleute im Gespräch mit dem Anrufer, wo Hilfe benö­tigt wird, und alar­mie­ren bei Bedarf die Feuerwehrkräfte und Helfer im Rettungsdienst.

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