Stadtbibliothek blickt auf außer­ge­wöhn­li­ches Jahr zurück – für 2021 sind meh­rere Projekte geplant

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Dormagen – Das Jahr 2020 war ein sehr außer­ge­wöhn­li­ches. Dennoch hat die Stadtbibliothek Dormagen erneut zahl­rei­che Projekte ange­sto­ßen sowie neue Online-​Angebote kre­iert, die Nutzung einer Homeschooling-​Datenbank ange­bo­ten und einen neuen Bestellservice ins Leben gerufen.

Insgesamt 14.500 Euro Fördergelder wur­den bewil­ligt und für ver­schie­dene Projekte ein­ge­setzt. Für 2021 sind viele wei­tere Projekte geplant. „Wir sind sehr froh, dass wir trotz der Pandemie wei­ter­hin für unsere Kundinnen und Kunden da sein konnten.

Wir haben zu jeder neuen Regelung Wege gefun­den, um den Nutzern den­noch mög­lichst viele Medien zur Verfügung stel­len zu kön­nen – ob als Online-​Angebot, als Bestell- und Abholservice oder als vir­tu­elle Veranstaltung“, sagt Claudia Schmidt, Leiter der Stadtbibliothek.

So wur­den zum Pandemiebeginn im Frühjahr die „Onleihe“ sowie die Internet-​Plattform „PressReader“, die Zugang zu mehr als 7.200 Zeitungen, Magazinen und Zeitschriften aus aller Welt ermög­licht, kos­ten­los zur Verfügung gestellt. Auch wurde für rund ein hal­bes Jahr ein kos­ten­lo­ser Bestell- und Abholservice ins Leben geru­fen, der seit Montag, 11. Januar, erneut in Betrieb genom­men wurde.

Als das Homeschooling begann, hat­ten alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das „Brockhaus Online-​Schülertraining“ bis Ende Mai kos­ten­los zu nut­zen. Zudem wurde im ers­ten Halbjahr 2020 der Bestand an Medien, vor allem E‑Medien aktua­li­siert und aufgestockt.

Als neue Angebote gab es zudem Online-​Lesungen für Kinder, statt des monat­li­chen „Kellertrödels“ wur­den die „Trödeltüten“ ein­ge­führt und es gab zwi­schen­zeit­lich das Angebot der Bibliotheksnutzung außer­halb der Öffnungszeiten für Kundinnen und Kunden aus Risikogruppen.

Das größte Projekt des ver­gan­ge­nen Jahres war das Projekt „Maker Space“ – eine Art offene Werkstatt, in der die Nutzer inter­ak­tiv arbei­ten, ent­de­cken und ler­nen kön­nen. Kindern ab acht Jahren sowie Jugendlichen und Erwachsenen ste­hen ver­schie­dene Angebote in digi­ta­ler und ana­lo­ger Form zur Verfügung, um damit gemein­sam krea­tiv zu wer­den. „Die Kundinnen und Kunden kön­nen Neues aus­pro­bie­ren, krea­tiv wer­den und ihr Wissen und ihre Ideen mit ande­ren tei­len“, sagt Schmidt. „Wir hof­fen, den ‚Maker Space‘ bald zur Verfügung stel­len zu können.“

Das Jahr 2021 ist zwar wegen der erneu­ten Schließung der Bibliothek denk­bar schlecht gestar­tet, „den­noch wer­den wir erneut zahl­rei­che Projekte ansto­ßen und hof­fen, mög­lichst viele Angebote auch umset­zen zu kön­nen“, sagt Schmidt. Ein beson­de­res Augenmerk liegt dabei auf der „Nachhaltigen Bibliothek“. Bereits im Vorjahr wur­den 1.500 Euro von der Sparkasse Neuss zur Verfügung gestellt. Davon sind Medien über Umwelt- und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit ange­schafft wor­den. Zudem sol­len ver­schie­dene Veranstaltungen zu dem Thema in der Bibliothek ange­bo­ten wer­den. Dazu wurde ein Förderantrag auf Landesmittel gestellt.

Eine Zusage gab es für eine Bestandserweiterung zum Thema „Gesund und fit“ durch die Sparkasse Neuss. Anträge für zwei wei­tere Projekte sol­len in den kom­men­den Monaten ein­ge­reicht wer­den. Zum einen möchte Schmidt mit ihrem Team das Projekt „Kamishibai“ – ein japa­ni­sches Erzähltheater – star­ten. Mithilfe eines Wechselrahmens und ver­schie­de­nen Bildkarten kön­nen Geschichten für Kinder erzählt wer­den. Dafür soll durch den Förderverein bei der Kinderstiftung „Lesen bil­det“ ein Antrag in Höhe von 2.000 Euro gestellt wer­den. Darüber hin­aus soll für das Projekt „Total Digital“ über den Förderverein beim Bundesministerium für Bildung und Forschung im April ein Projektantrag gestellt werden.

Zudem soll eine neue Online-​Plattform ins Leben geru­fen wer­den. Für das Projekt „Wissenswandel“ wurde Ende 2020 durch den Onleihe-​Verbund ein Förderantrag für den Kauf zusätz­li­cher E‑Medien (neue Plattform „Overdrive“) im Rahmen des Fonds „Wissenswandel“ gestellt.

  • 14.500 Euro für diese Förderprojekte 2020
  • 6.000 Euro für das Projekt „Maker Space“ aus Landesmitteln (4.000 Euro Eigenanteil, Gesamtprojektumfang 10.000 Euro)
  • 3.000 Euro für die Nutzung der Internet-​Plattform „PressReader“
  • 1.500 Euro für „Digitale Kindermedien“ von der VR-Bank
  • 1.500 Euro für die „Nachhaltige Bibliothek“ durch den Förderverein der Sparkasse Neuss
  • 500 Euro für das Projekt „Komm an NRW“ durch die Förderung des NRW-Integrationsministerium
  • 2.000 Euro für das Projekt „MINT in der Kinderbibliothek“ von der Kinderstiftung „Lesen bildet“
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