Betreuungsprobleme durch Lockdown: Eltern erhal­ten Kinderkrankengeld oder Entschädigung für Verdienstausfall

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Rhein-​Kreis Neuss – Viele Eltern haben Betreuungsprobleme durch die Verlängerung des Lockdown. Entlastung bringt für sie nun die Möglichkeit, 2021 zehn zusätz­li­che bezahlte Krankentage zur Betreuung ihrer Kinder zu erhalten. 

Alleinerziehende bekom­men Kinderkrankengeld für 20 zusätz­li­che Tage. Von die­ser Regelung pro­fi­tie­ren gesetz­lich Versicherte, wenn sie pan­de­mie­be­dingt Kinder unter 12 Jahren betreuen müs­sen und des­halb nicht ihrer Arbeit nach­ge­hen kön­nen. So sieht es ein geplan­tes Gesetz des Bundes vor.

Der Rhein-​Kreis Neuss weist dar­auf hin, dass – wenn die Zahl der Kinderkrankengeldtage zur Betreuung nicht aus­reicht – Eltern Entschädigung für den Verdienstausfall bean­tra­gen kön­nen. Dies ist durch eine neue Regelung im Infektionsschutzgesetz fest­ge­legt. In Nordrhein-​Westfalen fin­det auf­grund der Corona-​Pandemie zunächst bis zum 31. Januar 2021 kein Präsenzunterricht, son­dern Distanzunterricht von zuhause aus statt.

Wichtig für Eltern: Wenn sie wegen der Betreuung ihrer Kinder unter 12 Jahren nicht arbei­ten kön­nen, haben sie Anspruch Entschädigung. Dies gilt nicht wäh­rend der Schulferien, son­dern nur dann, wenn Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen zum Beispiel coro­nabe­dingt schlie­ßen müs­sen. Die Entschädigung wird nur dann gezahlt, wenn es für den Zeitraum der Schließung keine andere zumut­bare Betreuungsmöglichkeit für das Kind gibt.

Die Entschädigung beträgt 67 Prozent des Verdienstausfalls und maxi­mal 2 016 Euro monat­lich. Bei gemein­sa­mer Betreuung erhal­ten Eltern eine Entschädigung für bis zu zehn Wochen Verdienstausfall, bei allei­ni­ger Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege bis zu 20 Wochen. Arbeitnehmer erhal­ten die Entschädigung direkt vom Arbeitgeber. Den Antrag auf Entschädigung stel­len Arbeitgeber oder Selbständige beim Landschaftsverband Rheinland (LVR).

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