Antoniterkreuz am Rheinfelder Hof erstrahlt in neuem Glanz

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Schon seit fast 300 Jahren lädt es am Wegesrand zum stil­len Gebet ein: das Antoniterkreuz am Rheinfelder Hof. Jetzt erstrahlt es wie­der in neuem Glanz. 

Von Eigentümer Helmut Heiles wurde das Kreuz mit Förderung durch die Stadt Dormagen und das Land Nordrhein-​Westfalen denk­mal­ge­recht instand­ge­setzt. „Es ist sehr erfreu­lich, dass die Inschrift wie­der voll­stän­dig zu lesen ist“, sagt der städ­ti­sche Denkmalschutzbeauftragte Harald Schlimgen.

Das Kreuz war in der Vergangenheit durch äußere Einflüsse wie Witterung beschä­digt wor­den. „Ein Dankeschön gilt für die Restaurierung nicht nur dem Eigentümer, son­dern auch dem ehren­amt­li­chen Denkmalpfleger Eduard Breimann. Er hat die gesam­ten Planungen inten­siv beglei­tet“, sagt Schlimgen.

Im Jahr 1727 wurde das Kreuz durch Deodorus Zander und seine Frau Elisabetha errich­tet. Sie waren Pächter des Rheinfelder Hofes, der damals zum Antoniterkloster in Köln gehörte. Daher auch der Name des Kreuzes. Ursprünglich stand es direkt gegen­über dem Hoftor. 1980 wurde es wegen Neubauten ver­setzt und fand einen wür­di­gen Standort in einer Nische, die hierzu eigens in die Hofmauer an der Andreasstraße ein­ge­las­sen wurde.

Von dem Ehepaar Mechthild und Helmut Heiles wird das Kreuz regel­mä­ßig mit Blumen geschmückt – nicht nur bei Prozessionen, son­dern auch im Alltag. Für viele Spaziergänger ist es ein belieb­ter Anblick auf dem Weg zum Rhein.

Eigentümer Helmut Heiles (l.) und Denkmalpfleger Eduard Breimann (r.). Foto: Stadt

Übrigens ist die heu­tige Vorderseite des Kreuzsockels die eigent­li­che Rückseite. Als Christian und Katharina Dahmen den Hof 1807 im Zuge der Säkularisation kirch­li­cher Güter durch die fran­zö­si­schen Besatzer erstei­ger­ten, lie­ßen sie den Sockel umdre­hen und dort eine Inschrift mit ihren eige­nen Namen anbrin­gen. So ist das Kreuz auch ein sicht­ba­res Zeugnis der Geschichte Rheinfelds mit wech­seln­den Herrschaft- und Besitzverhältnissen.

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