Autobahnanschluss Delrath: Kreis hat Stellungnahmen an Bezirksregierung übergeben

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Auf dem Weg zum Spatenstich für den Autobahnanschluss Delrath hat die Kreisverwaltung ein wich­ti­ges Etappenziel erreicht. 

Am 28. Dezember wurde der Bezirksregierung Düsseldorf auf deren Wunsch eine noch ein­mal über­ar­bei­tete und umfas­sende Synopse* (*zusam­men­fas­sende und ver­glei­chende Gegenüberstellung) über­ge­ben, in der der Kreis zu jedem ein­zel­nen der ins­ge­samt über 150 Einwendungen erneut detail­liert und fach­lich fun­diert Stellung nimmt.

Für die Erstellung der Synopse hat der Kreis externe Sachverständige hin­zu­ge­zo­gen, die unter ande­rem erfor­der­li­che zusätz­li­che Gutachten und Stellungnahmen zu den Themen Verkehr, Lärm‑, Natur- und Artenschutz erar­bei­tet haben. Fertiggestellt wurde die fünf Aktenordner umfas­sende Synopse mit einem Umfang von etwa 2700 Seiten dann von einer in Planfeststellungsverfahren erfah­re­nen Rechtsanwaltskanzlei. Sie ist nun Grundlage für einen Erörterungstermin mit den Einwendenden, zu dem die Bezirksregierung nun ein­la­den muss.

Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke sieht dem Termin zuver­sicht­lich ent­ge­gen: „Der Umfang und die Sorgfalt, in dem in der Synopse zu allen Einwendungen Stellung nimmt macht noch ein­mal deut­lich, wie wich­tig es uns ist, bei der Planung mög­lichst einen breit akzep­tier­ten Konsens zu errei­chen. Hierzu haben wir daher auch externe Fachexpertise hinzugezogen.“

Der Rhein-​Kreis Neuss hat das Verfahren von Anfang an sehr offen und trans­pa­rent geführt und ist dabei auch über die gesetz­lich vor­ge­schrie­bene Beteiligungspflichten hin­aus gegan­gen“, weist Kreis-​Dezernent Karsten Mankowsky auf die am 18. September 2018 durch­ge­führte früh­zei­tige Bürgerbeteiligung hin, die nicht zwin­gend erfor­der­lich gewe­sen wäre.

Mit dem Autobahnanschluss möch­ten wir einen Beitrag zur nach­hal­ti­gen Stärkung des Wohn- und Gewerbestandortes ins­be­son­dere im Neusser Süden und Dormagener Norden leis­ten. Wir tra­gen zur Verkehrsentlastung in den Ortschaften bei und schaf­fen eine not­wen­dige Voraussetzung für das das Gewerbegebiet am Silbersee mit neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen“, hebt Petrauschke die Vorteile des Anschlusses hervor.

Mankowsky, der auch Umweltdezernent der Kreises ist, stellt ins­be­son­dere auch noch ein­mal die Umweltbelange her­aus: „Am Silbersee soll Gewerbe auf einer bereits indus­tri­ell vor­be­las­ten Fläche ange­sie­delt wer­den, die so einer neue Nutzung zuge­führt wird. Durch den Autobahnanschluss kann zudem der Park & Ride Parkplatz am Bahnhof Allerheiligen bes­ser genutzt wer­den. All dies sind posi­tive Umweltaspekte, die in unse­rer Planung Berücksichtigung finden.“

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