Polizei im Kreisgebiet: Bilanz der Silvesternacht 2020 /​2021

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss (ots) Einschränkungen bei den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel, durch die not­wen­di­gen Vorsichtsmaßnahmen im Sinne der Corona-​Schutzverordnung, wirk­ten sich offen­bar auch auf die Silvesternacht im Rhein-​Kreis Neuss aus.

Die Polizei rückte über­wie­gend wegen Beschwerden über ruhe­stö­ren­den Lärm aus. In Neuss-​Rosellen, an der August-​Macke-​Straße brannte bereits, gegen 22:30 Uhr, ein Abfallbehältnis für Altpapier. Die Feuerwehr löschte und die Polizei nahm Ermittlungen auf. Zeugen, die Verdächtiges in die­sem Zusammenhang beob­ach­tet haben, kön­nen dies unter 02131 300–0 melden.

In Neuss an der Rheydter Straße musste die Polizei, um kurz nach Mitternacht, ein­schrei­ten, weil ein 41-​Jähriger offen­bar nicht auf „Silvester-​Feuerwerk” ver­zich­ten wollte. Ob es an der schlech­ten Verfügbarkeit erlaub­ter Böllern lag, ist Spekulation, aber fest steht, dass es keine gute Idee war, alter­na­tiv mit einer Schreckschusswaffe in die Luft zu schie­ßen. Den Mann erwar­tet ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die PTB-​Pistole wurde sichergestellt.

Da grö­ßere Feierlichkeiten und Partys aus­fie­len, ver­brach­ten viele Menschen die Silvesternacht zu Hause im Kreis der Familie. Das erschwerte vor allem Einbrechern die Arbeit. Täter, die es trotz­dem ver­such­ten, schei­ter­ten zum Beispiel in Meerbusch an der Nordstraße. Bereits gegen 17:30 Uhr hat­ten Unbekannte ver­sucht, gewalt­sam über die Terrassentür ein­zu­drin­gen. Als die Hausbewohner auf das Tun auf­merk­sam wur­den, ergrif­fen die Einbrecher die Flucht. Die Kripo nahm die Ermittlungen auf und bit­tet um Zeugenhinweise in die­sem Zusammenhang (Telefon 02131 300–0).

Auch in die­sem Jahr schlich­te­ten die Einsatzkräfte den einen oder ande­ren Streit. Hierbei spielte mit­un­ter auch über­mä­ßi­ger Alkoholkonsum eine Rolle. In acht Fällen wur­den Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungsdelikten gegen nament­lich bekannte Tatverdächtige eingeleitet.

Auch in die­ser Silvesternacht gab es lei­der Unvernünftige, die sich alko­ho­li­siert hin­ter das Steuer eines Autos setz­ten. In Grevenbroich hiel­ten Polizisten, gegen 4 Uhr, einen Pkw, besetzt mit zwei Männern, auf der Goldregenstraße an. Auf Nachfrage gab der 25-​jährige Fahrer zu, einige Biere getrun­ken zu haben. Er habe nicht ver­ant­wor­ten wol­len, dass sein Freund und Beifahrer bei den vor­herr­schen­den Witterungsverhältnissen zu Fuß nach Hause geht. Das Ergebnis eines Atemalkoholtest zeigte einen Wert, der noch im Bereich einer Ordnungswidrigkeit lag. Eine Blutprobe wurde trotz­dem fäl­lig. Wäre es zu einem Unfall gekom­men, hätte sich der junge Mann jedoch dem Verdacht einer Straftat (Gefährdung des Straßenverkehrs durch Alkoholeinfluss) ausgesetzt.

Auch bei einer geziel­ten Kontrolle in Neuss am Willy-​Brandt-​Ring fiel ein Autofahrer mit zu hohem Promillewert auf. Der 22-​Jährige musste die Ordnungshüter eben­falls mit zur Wache beglei­ten, wo ein Arzt die not­wen­dig gewor­dene Blutprobe ent­nahm. Der Führerschein des Grevenbroichers wurde sicher­ge­stellt und das Führen von Kraftfahrzeugen bis auf wei­te­res untersagt.

Insgesamt zieht die Kreispolizeibehörde Rhein-​Kreis Neuss ein posi­ti­ves Resümee nach die­ser Silvesternacht. Der ganz über­wie­gende Teil der Menschen respek­tierte die beson­de­ren Umstände durch die Corona-​Pandemie. Dafür möchte sich die Polizei auch im Namen aller Einsatzkräfte bedan­ken und allen Bürgerinnen und Bürgern ein gutes und vor allem gesun­des Jahr 2021 wünschen

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