Infotafel zum 150-​jährigen Bestehen der klei­nen Kapelle in Hackhausen

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen-​Hackhausen – Sie ist das Wahrzeichen von Hackhausen: Die kleine Kapelle am Ortsausgang – gleich an der Stadtgrenze zu Köln. 

Malerisch wird das Gotteshaus von zwei alten Lindenbäumen umrahmt und ist ein ein­drucks­vol­ler Anblick für alle Spaziergänger und Radler, die von hier aus in Richtung Schloss Arff oder dem Chorbusch unter­wegs sind. 1866 wurde die Kapelle aus Steinen errich­tet, die beim Umbau der roma­ni­schen Pfarrkirche St. Katharina im benach­bar­ten Hackenbroich übrig­ge­blie­ben waren. 1870 folgte dann die fei­er­li­che Einweihung.

Gerne hät­ten wir das 150-​jährige Bestehen unse­res Gotteshauses in die­sem Jahr mit einer Andacht vor Ort began­gen“, sagt Markus Nicolini von der Dorfgemeinschaft Hackhausen. Alle Vorbereitungen dazu waren schon zusam­men mit Pastor Peter Stelten getrof­fen. Die Corona-​Pandemie machte den Beteiligten jedoch einen Strich durch die Rechnung: Durch den zwei­ten Lockdown musste diese Absicht auf­ge­ge­ben werden.

Damit das Jubiläum nicht unbe­merkt bleibt, hat die Dorfgemeinschaft aber jetzt in Abstimmung mit dem städ­ti­schen Denkmalschutzbeauftragten eine Info-​Tafel an der Kapelle ange­bracht. Darauf ist auch nach­zu­le­sen, dass sich im Innern des Gebäudes lange eine Pietá aus dem 15. Jahrhundert befun­den hat.

Erst bei einer Restaurierung im Jahr 1980 wurde ent­deckt, wie wert­voll die Darstellung der Gottesmutter Maria mit dem Leichnam des vom Kreuz abge­nom­me­nen Jesus Christus ist. Heute ist die Pietá in der Kirche St. Katharina zu sehen. In der Kapelle, die auch an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs erin­nert, befin­det sich statt­des­sen eine Mariendarstellung aus dem 19. Jahrhundert.

Die Dorfgemeinschaft Hackhausen küm­mert sich seit vie­len Jahren ehren­amt­lich um die Pflege des Gotteshauses und unter­stützt des­sen Erhaltung. Für die­ses Engagement und Gemeinschaftspflege in Hackhausen wurde sie im Rahmen des Dormagener Heimatpreises 2020 von der Stadt gemein­sam mit dem Land NRW ausgezeichnet.

(24 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)