Falscher Polizeibeamter erfolg­reich – Die Polizei sucht Zeugen

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen (ots) Am Dienstagvormittag (22.12.) infor­mierte eine 80-​Jährige Dormagenerin die Polizei und gab an, Opfer von fal­schen Polizeibeamten gewor­den zu sein. 

Sie war bereits am Tag zuvor (21.12.), gegen 22:30 Uhr, das erste Mal von einem Unbekannten tele­fo­nisch kon­tak­tiert wor­den, der sich als Polizeibeamter aus­gab. Er ver­suchte die lebens­äl­tere Frau davon zu über­zeu­gen, dass man in ihrer Umgebung Männer in einem Auto fest­ge­nom­men habe, bei denen man Unterlagen mit ihrer Anschrift gefun­den hätte.

Hinzu kam der Ratschlag, sich ein­zu­schlie­ßen und nie­man­dem die Tür zu öff­nen. Nach einer unru­hi­gen Nacht, erfolgte am nächs­ten Tag (22.12.) gegen 11:00 Uhr ein wei­te­rer Anruf eines angeb­li­chen Polizisten vom LKA. Er berich­tete der Seniorin von angeb­li­chen Unstimmigkeiten bei ihrer Bank und warnte sie vor einem soge­nann­ten „Maulwurf”.

Die lebens­äl­tere Dame wurde letzt­end­lich so unter Druck gesetzt, ihr Geld von der Bank zu holen. Zuhause ange­kom­men, gab es einen erneu­ten Anruf. In einem wei­te­ren Gespräch über­zeug­ten die Betrüger ihr Opfer davon, dass das abge­holte Geld prä­pa­riert sei und es zur Beweissicherung sicher­ge­stellt wer­den müsse.

Die 80-​Jährige packte die Scheine zusam­men und über­gab sie zur Mittagszeit in ihrem Wohnhaus an der Straße „Unter den Hecken” einem unbe­kann­ten Mann, der ihr als „Kollege Roland” ange­kün­digt wor­den war. Als der Seniorin wenig spä­ter klar wurde, dass sie Opfer von Betrügern gewor­den war, infor­mierte sie die echte Polizei.

Das Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen auf­ge­nom­men und sucht nun Zeugen, die den unbe­kann­ten Mann an der Straße „Unter den Hecken” oder Umgebung beob­ach­tet haben und Hinweise geben kön­nen, auch auf mög­li­che Fahrzeuge. Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben:

  • etwa 25 bis 30 Jahre alt, zirka 170 Zentimeter groß, nor­male Figur, dun­kel geklei­det, dazu einen Mundschutz und eine Mütze mit einem gro­ßen „W” oder „M” bedruckt.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02131 300–0 entgegen.

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