Kataster- und Vermessungsamt baut seine digi­ta­len Angebote aus

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Rhein-​Kreis Neuss – Vom vir­tu­el­len Zwilling bis zur Drohne – das Kataster- und Vermessungsamt des Rhein-​Kreises Neuss rüs­tet sich wei­ter für die Zukunft und baut seine digi­tal­ba­sier­ten Leistungsangebote aus.

Ziel ist es, unsere Daten für alle Nutzer – ob pri­vat, in Kommunen und Wirtschaft oder ver­wal­tungs­in­tern – ein­fach, aktu­ell, for­mat­neu­tral, fach­über­grei­fend und ab dem Frühjahr auch rund um die Uhr zur Verfügung zu stel­len“, erläu­tert Harald Vieten, Dezernent für Informationstechnologie und das Katasterwesen beim Kreis. Damit werde eine beson­ders kosten- und zeit­spa­rende Weiterverwendung ermöglicht.

Neben tech­ni­schen Erweiterungen gab es im Kataster- und Vermessungsamt bereits orga­ni­sa­to­ri­sche Umstellungen. So über­nimmt für die Produktgruppe „Grundstücksbezogene Basisinformationen“ Jürgen Kreiten und für die Produktgruppe „Geodatenmanagement und Vermessung“ Thomas Klein die Leitung – beide erfah­rene Mitarbeiter des Kreiskatasteramtes mit hoher Fachkompetenz.

Während im dem einen Bereich die gesamte Führung des digi­ta­len Liegenschaftskatasternachweises zu ver­ant­wor­ten ist, wer­den im Geodatenmanagement und in der Vermessung neue Wege der Datennutzung und Vermarktung sowie neue Erfassungsmethoden wei­ter­zu­ent­wi­ckeln sein“, erläu­tert Michael Fielenbach, seit August Leiter des Kreiskatasteramtes. Ein Beispiel sei die neue Drohne des Rhein-​Kreises Neuss mit ihrer hoch­auf­lö­sen­den Kamera. Sie löse einen Teil der tra­di­tio­nel­len Messtechnik ab, ins­be­son­dere wenn es um digi­tale Geländemodelle und das so genannte BIM – ein digi­ta­les 3D-​Gebäudeplanungsmodell – gehe.

Die Kreis-​Drohne, die eine Datenerhebungen von schwer zugäng­li­chen Objekten oder Orten ermög­licht, wird auch den kreis­an­ge­hö­ri­gen Kommunen zur Verfügung gestellt. „Die Mitarbeiter des Kataster- und Vermessungsamtes, des Hoch- und Tiefbauamtes des Kreises und ver­schie­de­ner Kommunen im Kreis absol­vie­ren dazu in Kürze eine gemein­same Ausbildung zum Drohnenpiloten“, infor­miert IT-​Dezernent Vieten, der die kom­mu­nale Zusammenarbeit wei­ter stär­ken will.

Mit der zuneh­men­den Digitalisierung wird sich die Arbeit im Kataster- und Vermessungsamt des Kreises wei­ter ver­än­dern. Weniger Außentermine und mehr vir­tu­elle Welten mit rie­si­gen Datenmengen sind die Zukunft. Wie Dezernent Vieten und Amtsleiter Fielenbach erläu­tern, soll mit Luftbildmaterial und ter­res­tri­scher Aufnahme – aber auch durch Befahrungen – ein digi­ta­ler Zwilling des Kreisgebiets erzeugt wer­den, der in vie­len Bereichen der Kommunalverwaltungen erheb­li­chen Informationszuwachs bei gleich­zei­ti­ger Kostenersparnis mit sich bringe.

Die Daten kön­nen den Interessenten sowohl in ana­lo­gen Karten als auch in digi­ta­ler Form zur Verfügung gestellt wer­den. So wurde die Katasterauskunft im Kreishaus Neuss bereits durch­weg zur digi­ta­len Datenpräsentation befä­higt. Außerdem konnte Raum für die digi­tale Reproduktion geschaf­fen wer­den. In einem wei­te­ren Schritt im April kom­men­den Jahres soll eine voll­stän­dig auto­nome Online-​Auskunft instal­liert wer­den, über die alle Nutzer von zuhause aus sie­ben Tage die Woche und rund um die Uhr ihre Daten bestel­len und bezie­hen kön­nen – e‑Payment inbegriffen.

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