Grevenbroich: Hinweiseingänge im Mordfall Claudia Ruf – 5.000 Euro Belohnung

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich-​Hemmerden, Bonn, Rhein-​Kreis Neuss (ots) Im Auftrag des Polizeipräsidiums Bonn tei­len wir die fol­gende Pressemeldung.

Gut ein Jahr nach Beginn der eng mit der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft abge­stimm­ten Arbeit der Mordkommission „Claudia Ruf” arbei­ten die Ermittlungsteams auch wei­ter­hin an aktu­ell ange­leg­ten Spurenkomplexen:

In einer Presseerklärung vom 12.11.2020 rie­fen die Fahnder die Öffentlichkeit erneut zu Hinweisen mit einem mög­li­chen Zusammenhang zur Tatzeit im Mai 1996 auf. Hierbei liegt der aktu­elle Fokus der Ermittler ganz beson­ders auch auf der Gruppe mög­li­cher „aus­wär­tige Personen”, für die die Zeugen mög­li­che Bezüge nach Grevenbroich-​Hemmerden beschrei­ben kön­nen. Darüber hin­aus sind Hinweise auf Männer, die sich auch nach der Tatzeit auf­fäl­lig ver­hal­ten haben, wei­ter von gro­ßem Interesse.

Im Zusammenhang mit die­sem Aufruf gin­gen bereits einige Hinweise ein.

Bei uns sind bis­lang 15 Hinweise, teil­weise mit aktu­el­ler Ermittlungsrelevanz, ein­ge­gan­gen. Diese Hinweise bezie­hen sich sowohl auf aus­wär­tige Personen und ihre Hemmerdener Anlaufstellen, als auch auf Personen, die sich in ihrem per­sön­li­chem Umfeld zur Tatzeit im Mai 1996 und danach in ver­däch­ti­ger Weise ver­hal­ten haben”, erklärt hierzu der Leiter Mordkommission, EKHK Reinhold Jordan.

Auch 24 Jahre nach der Tat sind Staatsanwaltschaft und Polizei von der enor­men Wichtigkeit ein­ge­hen­der Hinweise über­zeugt – hier­bei wis­sen auch alle Beteiligte, dass es durch­aus Hemmnisse für mög­li­che Zeugenhinweise geben kann:

Wir stel­len immer wie­der fest, dass es durch­aus meh­re­rer Aufrufe bedarf, bis Personen bereit sind, ihre Verdachtsmomente mit­zu­tei­len. Ein Grund hier­für könnte zum Beispiel sein, dass Hinweise mög­li­cher Zeugen aus dem per­sön­li­chen Umfeld des Täters stam­men und daher mög­li­che Konflikte im Bekannten- und Verwandtenkreis befürch­tet wer­den. In begrün­de­ten Fällen wer­den Hinweise daher ver­trau­lich behandelt.

Genauso wich­tig sind uns auch Hinweise auf Personen, wel­che regel­mä­ßig Kontakte nach Hemmerden pfleg­ten, wie z.B. die Nutzung einer Örtlichkeit für eine Freizeitbeschäftigung/​Hobbys etc.”, erklärt die für den Fall zustän­dige Oberstaatsanwältin, Frau Carola Guddat.

Die Ermittler der „MK Ruf” gehen zusam­men mit eben­falls wei­ter mit dem Fall beschäf­tig­ten Profilern des LKA NRW wei­ter davon aus, dass Claudia Ruf am 11.05.1996 zwi­schen 18.30–18.45 Uhr entweder

in eine vom „Gassiweg” unweit gele­gene Hemmerdener Wohnung, Garage, Werkstatt oder sons­tige Räumlichkeit des Täters gelockt wurde

oder

auf einen Täter stieß, der mit einem Wagen im Bereich sei­ner Anlaufstelle in Hemmerden unter­wegs war und sie zu einem ver­füg­ba­ren Raum außer­halb des Ortes entführte.

Der Hund TJ, mit dem Claudia Ruf zur Tatzeit unter­wegs war, kehrte alleine zu sei­nem Hundehalter zurück.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters füh­ren, sind aktu­ell 5.000 Euro aus­ge­lobt. Zeugen kön­nen sich auf jeder Polizeidienststelle mel­den oder sich unter der Rufnummer des wei­ter­hin geschal­te­tem Hinweistelefons 02131 – 300 25252 mit den Ermittlern in Verbindung setzen.”

(565 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)