Rhein-​Kreis Neuss: Betrüger haben es auf Senioren abgesehen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss, Jüchen (ots) Am Mittwoch (02.12.) erstat­te­ten meh­rere Seniorinnen und Senioren Anzeige, weil sie Opfer oder bei­nahe Opfer von Betrügern gewor­den waren – auf jeweils ganz unter­schied­li­che Weise.

In der Neusser Innenstadt wurde eine 79-​Jährige gegen 12:35 Uhr in einem Ladengeschäft an der Niederstraße von einer ihr unbe­kann­ten jun­gen Frau ange­spro­chen, die vor­gab, Spenden für Hörgeschädigte zu sam­meln. Der über­aus auf­dring­lich auf­tre­ten­den Frau gelang es nach ers­ten Erkenntnissen, im Spendengespräch unbe­merkt Geldscheine aus der Geldbörse der Seniorin zu ent­wen­den. Erst im nächs­ten Geschäft fiel die­ser der Diebstahl auf und sie erstat­tete Anzeige.

  • Die ver­meint­li­che Spendensammlerin soll etwa 22 bis 25 Jahre alt und von schlan­ker Statur sein.
  • Sie trug die Haare zu einem Pferdeschwanz gebun­den und hatte eine kurze graue Jacke an.

Gegen 14:30 Uhr mel­dete sich eine lebens­äl­tere Neusserin von der Furth. Sie war vor ihrem Garten an der Schmolzstraße von einem Unbekannten ange­spro­chen wor­den, der sie darum bat, Geld zu wech­seln. Als die Seniorin in ihrer Geldbörse nach­schauen wollte, griff der Mann unter dem Vorwand danach, ihr etwas zei­gen zu wollen.

Sie bemerkte schnell, dass ein Geldschein fehlte – ihr war sogleich klar, dass es sich um einen Trickdiebstahl han­delte. Sie reagierte sofort und for­derte laut­stark ihr Geld zurück. Der mut­maß­li­che Betrüger hän­digte ihr den Schein wie­der aus und ent­fernte sich in unbe­kannte Richtung.

  • Der Tatverdächtige war dun­kel gekleidet.

In bei­den Fällen bit­tet die Polizei um Hinweise. Wer die beschrie­be­nen Personen beob­ach­tet hat, wird gebe­ten, sich unter der Nummer 02131 3000 mit der Polizei in Verbindung zu set­zen. Aber nicht nur in der Stadt trei­ben Betrüger ihr Unwesen. Auch per Telefon wird immer wie­der ver­sucht, an das Geld ande­rer zu kommen.

Gegen 16:30 Uhr mel­dete sich ein 82-​Jähriger aus Neuss-​Vogelsang bei der Polizei. Er war von einem ver­meint­li­chen Bank-​Mitarbeiter ange­ru­fen wor­den, der im Laufe des Gesprächs nach TAN-​Nummern fragte. Im Nachhinein stellte sich her­aus, dass vom Konto des Seniors zwei hohe Geldbeträge auf ein frem­des Konto über­wie­sen wurden.

Ein 76-​jähriger Jüchener erhielt gegen 9 Uhr einen Anruf von einem Unbekannten, der sich als Microsoft-​Mitarbeiter vor­stellte. Der Computer des Seniors sei vol­ler Viren, man rufe des­halb aus Kalifornien an. Das Gespräch fand auf Englisch statt. Um die Viren zu ent­fer­nen, ver­langte der Anrufer auch die Bankdaten des Seniors. Dieser nannte sie ihm. Am Nachmittag musste er jedoch fest­stel­len, dass von sei­nem Konto eine hohe Geldsumme abge­bucht wor­den war. Er erstat­tete Anzeige.

Die Kriminalpolizei hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen.

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