Neuss: Verdacht ille­ga­les Rennen und Trunkenheit im Verkehr – Führerschein und Auto sichergestellt

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) Das Verkehrskommissariat der Polizei Neuss ermit­telt wegen des Verdachts eines ille­ga­len Kraftfahrzeugrennens. Wer annimmt, dass hierzu zwin­gend zwei oder mehr Fahrzeuge sich einen Geschwindigkeitswettkampf lie­fern müs­sen, liegt falsch, wie der fol­gende Sachverhalt zeigt:

Am Freitag (20.11.), gegen 23:30 Uhr, fiel einer Zivilstreife der Polizei auf der Rheintorstraße ein Fahrzeug auf, wel­ches sich mit über­höh­ter Geschwindigkeit von hin­ten näherte. An der Rotlicht zei­gen­den Ampel Rheintorstraße /​Düsseldorfer Straße hielt der 3er BMW neben dem zivi­len Einsatzfahrzeug. Als die Lichtzeichenanlage auf Grün schal­tete beschleu­nigte er auf­fal­lend stark.

Die Beamten folg­ten dem Wagen, der teils mit einer Geschwindigkeit von etwa 130 Stundenkilometern fuhr. Auf der Düsseldorfer Straße machte der junge Mann am Steuer des BMW eine Vollbremsung und umfuhr eine rote Ampel über das Gelände einer Tankstelle. Wieder auf der Düsseldorfer Straße gaben die Polizisten Anhaltezeichen, auf die der Führer des BMW zunächst nicht reagierte. Nach einer erneu­ten Vollbremsung und gefolg­tem Abbiegemanöver kam das Auto dann zum Stehen.

Der 29-​jährige Fahrzeugführer war offen­sicht­lich alko­ho­li­siert. Eine Blutprobenentnahme sowie die Beschlagnahme sei­nes Führerscheins und des Pkw musste der Raser über sich erge­hen lassen.

Gegen ihn wird nun wegen des Fahrens unter Alkoholeinwirkung sowie der Teilnahme an einem ver­bo­te­nen Straßenrennen ermittelt.

Verbotene Kraftfahrzeugrennen sind im Strafgesetzbuch nach § 315d unter Strafe gestellt. Im Gesetz heißt es unter ande­rem: „Wer im Straßenverkehr sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht ange­pass­ter Geschwindigkeit und grob ver­kehrs­wid­rig und rück­sichts­los fort­be­wegt, um eine höchst­mög­li­che Geschwindigkeit zu errei­chen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. [...] Wer [...] Leib oder Leben eines ande­ren Menschen oder fremde Sachen von bedeu­ten­dem Wert gefähr­det, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. [...] Wer [...] die Gefahr fahr­läs­sig ver­ur­sacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.”

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