Neuss – Volkstrauertag: Kranzniederlegungen trotz Absage der zen­tra­len Gedenkveranstaltung

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Bürgermeister Reiner Breuer und Friedhofsdezernent Dr. Matthias Welpmann haben anläss­lich des Volkstrauertages Kränze auf dem Ehrenfriedhof und Alliiertenfriedhof an der Rheydter Straße und einen wei­te­ren am Zeughaus niedergelegt. 

Damit gedach­ten Breuer und Welpmann der Toten bei­der Weltkriege in Neuss. Bürgermeister Breuer ist qua Amt* Vorsitzender der Ortsgruppe Neuss des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge Kreis Neuss e.V.. (*von Amts wegen)

Auf der Kriegsgräberstätte des Neusser Hauptfriedhofes ruhen 625 deut­sche Kriegstote, die bei Luftangriffen star­ben. Darunter auch 154 Frauen und Kinder. Von 331 aus­län­di­schen Kriegstoten, die auf einem räum­lich abge­setz­ten Gräberfeld bestat­tet wur­den, waren 210 sowje­ti­sche und 110 pol­ni­sche Staatsangehörige. Auch die­ser Opfer, die über­wie­gend als Zwangsarbeiter star­ben, gedach­ten Breuer und Welpmann.

Aufgrund des aktu­el­len Infektionsgeschehens und der gül­ti­gen Coronaschutzverordnung des Landes NRW, konnte die übli­cher­weise statt­fin­dende fei­er­li­che Gedenkstunde für die Opfer der Kriege und Gewaltherrschaft am Volkstrauertag, Sonntag dem 15. November 2020, in die­sem Jahr lei­der nicht statt­fin­den. Der Volkstrauertag mahnt zur Versöhnung, zur Verständigung und zum Frieden. Bürgerinnen und Bürger der Stadt Neuss kön­nen gerne unter Einbehaltung der Corona-​Schutzverordnung am Volkstrauertag oder auch an den Folgetagen die Gedenkstätten besuchen.

Der Volkstrauertag ist ein staat­li­cher Gedenktag und fin­det all­jähr­lich zwei Wochen vor dem 1. Advent statt. In vie­len Kommunen orga­ni­sie­ren Mandatsträger, Mitglieder des Volksbundes, aber auch andere Vereine Gedenkveranstaltungen. Am Vortag füh­ren Landtag NRW, Landesregierung NRW und Volksbund NRW tra­di­tio­nell eine gemein­same zen­trale Gedenkveranstaltung durch.

1922 ins Leben geru­fen, diente der Volkstrauertag zunächst dem Gedenken der Toten des Ersten Weltkrieges. Seit 1945 wird am Volkstrauertag auch der zivi­len Opfer des Krieges gedacht.

Bürgermeister Reiner Breuer und Friedhofsdezernent Dr. Matthias Welpmann. Foto: Stadt
(21 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)