Neuss – Hermann-​Straaten-​Preis: Gelebter Glaube wird gewürdigt

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Tag für Tag enga­gie­ren sich tau­sende Menschen ehren­amt­lich in den katho­li­schen Pfarrgemeinden, Verbänden und Einrichtungen im Rhein-​Kreis Neuss. 

Vier Projekte und Gruppen wur­den jetzt vom Katholikenrat Rhein-​Kreis Neuss mit dem Hermann-​Straaten-​Preis aus­ge­zeich­net. Mit die­sem Preis möchte der Katholikenrat Beispiele gelun­ge­nen Engagements wür­di­gen und bekannt machen.

Aus 14 Bewerbungen wählte die Jury mit Schirmherr Landrat Jürgen Petrauschke, Dr. Martin Straaten, Susanne Niemöhlmann, Joachim Braun, Thomas Kaumanns und Jutta Köchner vier Preisträger aus:

Ein Preisgeld von jeweils 1.000,- Euro erhalten:

Kapellenverein Elvekum, Neuss-Elvekum

Ohne das Engagement des Kapellenvereins Elvekum gäbe es in dem Neusser Ort mit ca. 300 Einwohnern kein reli­giö­ses Leben – und viel­leicht auch keine intakte Dorfgemeinschaft. Schon als die St. Aloysius-​Kapelle Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde, war das nur dank der Unterstützung eines Kapellenbauvereins und der täti­gen Mithilfe der Dorfgemeinschaft mög­lich. In die­sem Geiste wurde der Kapellenverein 1988 als Förderverein neu gegründet.

Die Mitglieder küm­mern sich um Erhalt und Pflege der Kapelle, über­neh­men den Küster- und Schließdienst und gestal­ten Gottesdienste; gemein­sam mit dem ört­li­chen Heimatverein orga­ni­sie­ren sie Veranstaltungen, etwa zu St. Martin oder in der Advents- und Weihnachtszeit. So ist die Kapelle Institution des geleb­ten Glaubens, Mittelpunkt des dörf­li­chen Lebens und Ausdruck der Heimatverbundenheit.

Martinsaktion „Haben ist ganz nett – aber tei­len ist voll cool“, Grevenbroich

Die Geschichte vom hei­li­gen Martin, der sei­nen Mantel mit einem Bettler geteilt hat, kennt wohl jeder. Unter dem Motto „Haben ist ganz nett – aber tei­len ist voll cool“ sorgt die Martinsaktion der Pfarreiengemeinschaft Grevenbroich-​Vollrather Höhe dafür, dass das Martinsfest nicht zur Folklore ver­kommt, son­dern Ausdruck akti­ver Nächstenliebe ist.

Seit 2014 wer­den rund um die Martinszüge gemein­sam mit Grundschulen und Kitas halt­bare Lebensmittel gesam­melt; dann wer­den sie auf ver­schie­de­nen Wegen an bedürf­tige Menschen ver­teilt. Dazu gehö­ren bei­spiels­weise Flüchtlinge oder die Teilnehmer des „Elsener Tischs“. So bekom­men schon die kleins­ten die Wichtigkeit des Teilens vermittelt.

Ein Preisgeld von jeweils 500,- Euro erhalten:

Wohlfühlmorgen für Wohnungslose und Bedürftige, Malteser-​Hilfsdienst, Neuss

Wellness ist das ange­strebte Ziel vie­ler Menschen, die auf der Sonnenseite des Lebens ste­hen – doch für Menschen in Armut bleibt es oft ein Fremdwort. Das zu ändern, ist Sinn und Zweck des Wohlfühlmorgens für Wohnungslose und Bedürftige, den der Malteser-​Hilfsdienst in Neuss vier­mal im Jahr ver­an­stal­tet. Menschen ohne Obdach oder Geld sind zu einem Frühstück ein­ge­la­den, kön­nen sich duschen und zum Frisör gehen, Kleider bekom­men und sich mas­sie­ren, imp­fen oder ärzt­lich behan­deln las­sen. Für die Malteser rea­li­siert sich in die­sem Projekt der Leitsatz „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“.

Herzkissenaktion – Frauen für Frauen, Grevenbroich-Rommerskirchen

Du bist nicht allein!“ Diese Botschaft steckt hin­ter der Herzkissenaktion der katho­li­schen Kirche in Grevenbroich und Rommerskirchen. Nach einer Brustkrebsoperation kla­gen viele Frauen über Druck- und Wundschmerzen. Herzförmige Kissen ver­spre­chen Linderung. Eine hand­ge­schrie­bene, per­sön­li­che Grußkarte soll den Patientinnen dar­über hin­aus Trost spen­den, Anteilnahme ver­kör­pern und Hoffnung vermitteln.

Die Kissen wer­den von enga­gier­ten Ehrenamtlerinnen genäht und an meh­rere Krankenhäuser in der Region Rhein/​Ruhr unent­gelt­lich ver­teilt. Sie sind Ausdruck täti­ger Nächstenliebe.

Die bei­den „Erstplatzierten” erhal­ten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1.000 Euro, die ande­ren Preisträger jeweils 500 Euro. Insgesamt wer­den somit Preisgelder in Höhe von 3.000 Euro aus­ge­schüt­tet. Aufgrund der Corona-​Pandemie musste die Veranstaltung zur Ehrung und Preisübergabe zwei­mal abge­sagt wer­den. Die Preisträger wur­den des­halb in der ver­gan­ge­nen Woche infor­miert, eine Veranstaltung zur Auszeichnung ist nicht mehr vorgesehen.

Die Vorsitzende des Katholikenrates Rhein-​Kreis Neuss, Jutta Köchner, wür­digte die aus­ge­zeich­ne­ten Projekte und Gruppen: „Ohne viele flei­ßige Hände, gute ldeen und Gedanken, sowie ein­ge­setzte Herzenswärme könn­ten unsere Pfarrgemeinden und Verbände nicht viel voll­brin­gen und auf die Beine stel­len. Ich hoffe, dass Ihre Tätigkeit mehr Freude und Bereicherung bringt als Mühe und Arbeit.“

(57 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)