Mordkommission Claudia Ruf: Staatsanwaltschaft und Mordkommission bit­ten wei­ter um Hinweise

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Bonn/​Grevenbroich, Rhein-​Kreis Neuss (ots) Wir tei­len eine Pressemitteilung der Polizei in Bonn zum Mordfall „Claudia Ruf”: „Gut ein Jahr nach Beginn der eng mit der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft abge­stimm­ten Arbeit der Mordkommission „Claudia Ruf” dau­ern die Ermittlungen wei­ter an.

Bislang wur­den 2.250 DNA-​Spuren über die Wissenschaftler des LKA NRW abge­gli­chen – der mut­maß­li­che Täter konnte über die­sen Abgleich noch nicht iden­ti­fi­ziert wer­den. Von den aktu­ell über die Staatsanwaltschaft initi­ier­ten Rechtshilfeersuchen lau­fen der­zeit noch zu 15 Spuren, die bis in die USA füh­ren, die Ermittlungen. „Fünf Rechtshilfeersuchen führ­ten bis­lang bereits zu einem Ausschluss der über­prüf­ten Personen”, erklärt MK-​Leiter Reinhold Jordan hierzu.

Von den 15 Personen, die einen frei­wil­li­gen DNA-​Test ver­wei­ger­ten, sind zwi­schen­zeit­lich 11 über ent­spre­chende rich­ter­li­che Beschlüsse über­prüft und aus­ge­schlos­sen wor­den. Vier wei­tere Fälle befin­den sich hierzu aktu­ell noch in der Prüfung.

Zu 25 Personen ste­hen die Fahnder der Mordkommission aktu­ell noch in Kontakt – die Ermittlungen, zu denen auch die Abgabe einer DNA-​Probe gehört, sind in die­sen Fällen noch nicht abgeschlossen.

Besonders schwie­rig gestal­ten sich oft­mals die Ermittlungen im Zusammenhang mit bereits ver­stor­be­nen Personen. Hier sind die letz­ten Wohn- und Aufenthaltsorte und auch mög­li­che Angehörige in vie­len Fällen aktu­ell nicht ermit­tel­bar. So regis­triert die Mordkommission hierzu rund 40 Verstorbene, zu deren Personen der­zeit kein ver­wert­ba­rer Ermittlungsansatz vorliegt.

Zu den schwie­ri­ge­ren Ermittlungen gehö­ren auch rund 80 Personen, zu denen noch kein Aufenthaltsort im In- und Ausland recher­chier­bar ist. MK-​Leiter Reinhold Jordan resü­miert die Ermittlungen nach rund einem Jahr:

Wir wer­den nie­mals auf­ge­ben und selbst­ver­ständ­lich wei­ter ermit­teln. Nachdem wir nun­mehr rund 2.400 Männer, wel­che in Grevenbroich-​Hemmerden amt­lich gemel­det bzw. einen direk­ten Bezug dort­hin hat­ten, über­prüft haben, kön­nen wir nicht aus­schlie­ßen, dass sich dar­über hin­aus noch Männer unan­ge­mel­det , viel­leicht in einer Partnerschaft oder sons­ti­gen Beziehung in Hemmerden gelebt bzw. sich auf­ge­hal­ten haben. Vielleicht wurde eine Garage, ein Hof oder ein Wohnwagen durch Ortsfremde vor­über­ge­hend ange­mie­tet oder zu Arbeiten genutzt.

Deshalb rich­ten wir noch­mals den Appell an alle Bürgerinnen und Bürger von Hemmerden: Melden sie uns diese Personen, auch wenn sie viel­leicht im November 2019 gedacht haben, diese Information sei für die Polizei nicht rele­vant. Unser Ziel bleibt, mög­lichst alle Personen mit dem von uns dar­ge­stell­ten Bezug nach Hemmerden zu ermit­teln und zu überprüfen.”

Die Mordkommission, die sich wei­ter­hin aus Ermittlern der Polizei aus Bonn und Neuss zusam­men­setzt, weist hierzu auch noch ein­mal auf das wei­ter­hin auf­ge­schal­tete Hinweistelefon mit der Rufnummer 02131 – 300 25252 hin.”

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