Meerbusch: Verdacht ille­ga­les Rennen – Zivilpolizisten stel­len Führerschein und Auto sicher

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Meerbusch (ots) Das Verkehrskommissariat der Polizei in Neuss ermit­telt der­zeit wegen des Verdachts eines ille­ga­len Kraftfahrzeugrennens. 

Wer annimmt, dass hierzu zwin­gend zwei oder mehr Fahrzeuge sich einen Geschwindigkeitswettkampf lie­fern müs­sen, liegt falsch, wie der fol­gende Sachverhalt zeigt:

Am spä­ten Mittwochabend (11.11.2020), gegen 22:30 Uhr, fiel einer Zivilstreife der Polizei im Rhein-​Kreis Neuss an der Grenze zu Meerbusch ein VW Scirocco auf. Als der 21-​jährige Fahrer auf der Kevelaerer Straße in Fahrtrichtung Meerbusch ein rechts­sei­ti­ges Überholmanöver durch­führte und auf­fal­lend stark beschleu­nigte, ent­schlos­sen sich die Beamten ihm zu folgen.

Während der 21-​Jährige über die Kreuzung Kevelaerer Straße /​Zülpicher Straße fuhr, miss­ach­tete er deut­lich die zuläs­sige Höchstgeschwindigkeit. Der Streifenwagen zeigte eine Geschwindigkeit von knapp 100 km/​h an. Die Beamten folg­ten dem Scirocco bis zur Neusser Straße Richtung Meerbusch-​Zentrum, auch hier hielt der Raser augen­schein­lich nicht aus­rei­chend Sicherheitsabstand zu dem vor ihm fah­ren­den Auto.

Plötzlich scherte der 21-​Jährige nach links aus und über­fuhr eine durch­ge­zo­gene Linie. Möglicherweise wollte er sei­nen Vordermann über­ho­len. Vermutlich wegen des Gegenverkehrs ver­warf er offen­bar die­sen Gedanken wie­der und fuhr zurück auf seine Spur. Nach einem Abbiegemanöver ohne Blinken stopp­ten die Beamten den VW an der Kreuzung Marienburger Straße /​Düsseldorfer Straße. Bei der anschlie­ßen­den Kontrolle zeigte sich der junge Fahrer unein­sich­tig. Die Ordnungshüter beschlag­nahm­ten sei­nen Führerschein sowie das Auto.

Der junge Meerbuscher wird sich nun wegen des Verdachts der Teilnahme an einem ver­bo­te­nen Kraftfahrzeugrennen ver­ant­wor­ten müs­sen. Die wei­te­ren Ermittlungen über­nahm das zustän­dige Verkehrskommissariat in Meerbusch.

Verbotene Kraftfahrzeugrennen sind im Strafgesetzbuch nach § 315d unter Strafe gestellt. Im Gesetz heißt es unter anderem:

Wer im Straßenverkehr sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht ange­pass­ter Geschwindigkeit und grob ver­kehrs­wid­rig und rück­sichts­los fort­be­wegt, um eine höchst­mög­li­che Geschwindigkeit zu errei­chen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. [...] Wer [...] Leib oder Leben eines ande­ren Menschen oder fremde Sachen von bedeu­ten­dem Wert gefähr­det, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. [...] Wer [...] die Gefahr fahr­läs­sig ver­ur­sacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.”

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