Korschenbroich: Erneut fal­sche Polizeibeamte unter­wegs – Aktuelle Warnung vor Betrugsmasche

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich-​Kleinenbroich (ots) Am Donnerstag (29.10.) hat­ten es fal­sche Polizeibeamte auf eine über 80-​Jährige aus Kleinenbroich abge­se­hen. Die Seniorin war von einem Unbekannten ange­ru­fen wor­den, der sich als Polizeibeamter der Wache Kaarst ausgab. 

Er ver­suchte die lebens­äl­tere Frau davon zu über­zeu­gen, dass man in ihrer Umgebung zwei Tatverdächtige fest­ge­nom­men habe, die es auf ihr Geld abge­se­hen hät­ten. Doch damit nicht genug. Der Anrufer brachte noch einen Bankmitarbeiter ins Spiel, der mit den Festgenommenen angeb­lich unter einer Decke ste­cken sollte.

Zur Untermauerung die­ser hane­bü­che­nen Geschichte erhielt die Seniorin einen wei­te­ren Anruf eines angeb­li­chen Kollegen. Sie sollte zu ihrer Bank fah­ren und unter einem Vorwand eine höhere Summe Bargeld abhe­ben, die dann „zur Sicherheit” in Verwahrung genom­men werde. Stutzig gewor­den ob der Geschichte, infor­mierte die Seniorin par­al­lel dazu eine nahe Verwandte, die die Situation schnell als Betrugsversuch erkannte und die echte Polizei infor­mierte. Die unbe­kann­ten Tatverdächtigen gin­gen somit leer aus.

Das kann mir nicht pas­sie­ren!” ist leicht gesagt. Es kann jeden tref­fen, denn die Betrüger gehen sehr geschickt vor, über­rum­peln ihre Opfer oder set­zen sie gezielt unter Druck – mit unter­schied­li­chen Maschen. Eines ist ihnen jedoch gemein: das Opfer soll gar nicht dazu kom­men, nach­zu­den­ken. Machen Sie sich bewusst:

Die Polizei wird Sie nie­mals nach dem Aufbewahrungsort Ihrer Wertgegenstände und Ihres Bargelds fra­gen und es für Sie „sicher auf­be­wah­ren” wol­len. Geben Sie am Telefon keine per­sön­li­chen Daten oder Ihre Vermögensverhältnisse preis.

Generell gilt: Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf ver­däch­tig vor­kommt oder Sie Opfer eines Betruges gewor­den sind, ent­we­der über 02131–300‑0 oder über den Notruf 110.

Auch als Angehörige soll­ten Sie sich der Problematik bewusst wer­den. Sprechen Sie mit Ihren Eltern, Schwiegereltern, Großeltern und ande­ren Senioren in der Verwandtschaft. Gerade in der der­zei­ti­gen Situation sind lebens­äl­tere Menschen noch öfter allein; rufen Sie sie regel­mä­ßig an, spre­chen Sie mit ihnen über diese Betrugsversuche am Telefon.

Wenn Ihre Eltern wis­sen, dass sie bei sol­chen Anrufen Rücksprache mit ihren Verwandten hal­ten soll­ten und diese selbst anru­fen, ist schon viel gewon­nen – wie die­ser Fall zeigt. Weitere Informationen und Hinweise zu den aktu­el­len Maschen, auch mit Coronabezug, fin­den Sie im Internet: https://​rhein​-kreis​-neuss​.poli​zei​.nrw/​a​r​t​i​k​e​l​/​v​o​r​s​i​c​h​t​-​v​o​r​-​b​e​t​r​u​e​g​ern

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