Klartext​.NRW – Bildung für geflüch­tete Kinder und Jugendliche in Neuss

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Klartext​.NRW – Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher und Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke haben am Donnerstag, 29. Oktober, eine Kooperationsvereinbarung unter­zeich­net, um die Kinder und Jugendlichen in der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Neuss bes­ser zu fördern.

Sie taten dies gemein­sam mit den ande­ren Kooperationspartnern: den Schulleitungen der bei­den Kooperationsschulen, Winfried Godde (kath. Grundschule Münsterschule) und Markus Wölke (Alexander-​von Humboldt-​Gymnasium) sowie Annette Anner, die das Schulamt für den Rhein-​Kreis-​Neuss vertrat.

Hiermit wird die Verpflichtung des Landes NRW aus Art. 14 der EU-​Aufnahmerichtlinie umge­setzt, min­der­jäh­ri­gen Kindern von schutz­su­chen­den Asylbewerbern einen Zugang zum Bildungssystem zu gewähren.

Unabhängig von der Bleibeperspektive der Geflüchteten wird mit dem Bildungsangebot die Alltagskompetenz der Kinder geför­dert. Kern des Angebots ist das Erlernen der deut­schen Sprache. Es wird aber auch Wissen in den Fächern Gesellschaftslehre, Mathematik sowie den Naturwissenschaften ver­mit­telt. Dieses Angebot wird von den bereits in der Zentralen Unterbringungseinrichtung durch­ge­führ­ten Förderprogrammen in den Bereichen Kunst, Musik und Sport ergänzt.

Ich begrüße es, wenn die Kinder und Jugendlichen ler­nen, sich bes­ser im neuen Alltag in frem­der Umgebung, unter unbe­kann­ten Bedingungen zurecht­zu­fin­den, indem sie Deutsch spre­chen, ver­ste­hen und schrei­ben“, sagt Birgitta Radermacher. „Dabei wol­len wir ihnen hel­fen. Wenn sie zusätz­lich noch Wissen in den ande­ren Fächern erwer­ben und lang­sam in den Tagesablauf eines Schulalltags hin­ein­fin­den, ist das großartig.“ 

Schulnahes Angebot für geflüch­tete Kinder und Jugendliche in Neuss, V.l.n.r.: Birgitta Radermacher, Markus Wölke, Winfried Godde, Hans-​Jürgen Petrauschke, Annette Anne. Foto: Rhein-​Kreis Neuss /​Stefan Büntig

Der Rhein-​Kreis Neuss und wei­tere lokale Partner unter­stüt­zen diese Landesinitiative enga­giert. Radermacher: „Ein gro­ßer Dank gilt dem Rhein-​Kreis Neuss, der die Räumlichkeiten für die­ses Angebot zur Verfügung stellt und das Bildungsangebot mit sei­nem Kommunalen Integrationszentrum unterstützt.“ 

Sprache und Bildung sind maß­geb­li­che Faktoren für eine erfolg­rei­che Integration in unsere Gesellschaft und auch in den Arbeitsmarkt. Der Rhein-​Kreis Neuss hat die Integration von Geflüchteten stets aktiv vor­an­ge­trie­ben. Mit der durch die Wirtschaft im Kreis initi­ier­ten Initiative Kompass D konn­ten wir auch über­re­gio­nal beach­tete Erfolge umset­zen. Daher unter­stützt der Kreis die Initiative des Landes gerne“, sagt Hans-​Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-​Kreis Neuss.

Die Landesregierung hat für das Bildungsangebot zusätz­li­che Stellen für Lehrkräfte bewil­ligt, die zwi­schen­zeit­lich von der Bezirksregierung Düsseldorf ein­ge­stellt wurden:

Eine Lehrkraft der Münsterschule sowie meh­rere Gymnasiallehrkräfte arbei­ten zusam­men, um die Unterrichtsangebote für die unter­schied­li­chen Altersgruppen der Schülerinnen und Schüler vor­zu­be­rei­ten und durchzuführen.

Die Lehrkräfte wer­den geschult, mit dem päd­ago­gi­schen Konzept ver­traut gemacht und erhal­ten die not­wen­di­gen Unterrichtsmaterialien. Unterstützt wer­den sie vom Schulamt für den Rhein-​Kreis Neuss, dem Kommunalen Integrationszentrum des Rhein-​Kreises Neuss sowie den bei­den Kooperationsschulen.

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