Neuss – SPD: Landesgartenschau in Kamp-​Lintfort als Vorbild für Neuss

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Schon län­ger blickt die Neusser SPD inter­es­siert in Richtung Kamp-​Lintfort. Schließlich läuft dort noch bis Ende des Monats die Landesgartenschau.

Da die Sozialdemokraten Neuss als Ausrichter der Landesgartenschau 2026 ins Auge gefasst haben, woll­ten sie sich das Gelände in Kamp-​Lintfort vor Ort anschauen. Eine kleine Delegation, bestehend aus dem Vorsitzenden Sascha Karbowiak, dem stell­ver­tre­ten­den Fraktionsvorsitzenden Michael Ziege und Fraktionsgeschäftsführer Jascha Huschauer, war ver­gan­ge­nes Wochenende gemein­sam dort.

Der Besuch in Kamp-​Lintfort hat uns noch­mal in unse­rer Überzeugung bestärkt: Eine Landesgartenschau würde auch für Neuss viele posi­tive Perspektiven eröff­nen“, sagt Michael Ziege, der auch umwelt­po­li­ti­scher Sprecher der SPD Neuss ist.

Das Konzept in Kamp-Lintfort
In Kamp-​Lintfort wird im Rahmen der Landesgartenschau ein altes Zechengelände zu einem neuen Stadtviertel ent­wi­ckelt. Ein Großteil des Geländes wird dabei begrünt und als große Parkfläche auf­ge­wer­tet. Auf opu­lente Gartenanlagen wurde dabei ver­zich­tet, damit das Gebiet auch in Zukunft mit ver­tret­ba­rem Aufwand von der Stadt gepflegt wer­den kann. Nach Stilllegung des Bergwerkes im Jahr 2012 konn­ten auf dem Gelände die Sanierungs- und Abbrucharbeiten begin­nen und die Hochschule Rhein-​Waal ange­sie­delt werden.

Derzeit läuft dort das Planungsverfahren zur Bebauung. Denn nach Ende der Gartenschau sol­len hier über 120 neue Wohnungen mit viel Freiraum ent­ste­hen. Die denk­mal­ge­schütz­ten, ehe­ma­li­gen Betriebsgebäude blei­ben erhal­ten und wer­den das Herzstück des neuen Wohnquartiers, rund um das Zentrum des bereits her­ge­stell­ten große Quartiersplatzes im Schatten der ehe­ma­li­gen Fördertürme.

Außerdem wurde die Trasse der eins­ti­gen Grubenschlussbahn reak­ti­viert und der bar­rie­re­freie Haltepunkt Kamp-​Lintfort Süd erbaut. Dieser wird an Wochenenden und Feiertagen durch die Regionalbahn RB 31 ange­fah­ren. Nach der Landesgartenschau soll die Bahnstrecke zu einem geplan­ten Bahnhof Kamp-​Lintfort ver­län­gert und von der NordWestBahn im Regelbetrieb ange­fah­ren werden.

Landesgartenschau soll Stadtteile vernetzen
„Mit dem Rennbahnpark und dem Wendersplatz gibt es auch in Neuss große Flächen im Herzen unse­rer Stadt, die in den kom­men­den Jahren wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den müs­sen“, sagt der SPD-​Vorsitzende Sascha Karbowiak. Dafür wäre eine Landesgartenschau eine große Chance.

Der SPD ist es aller­dings wich­tig, dass mög­lichst viele Stadtteile von einer Landesgartenschau pro­fi­tie­ren sol­len. „Denkbar wäre bei­spiels­weise die bestehen­den Grünspangen in den Stadtteilen attrak­tiv mit­ein­an­der zu ver­net­zen und somit zu stär­ken“, erklärt Sascha Karbowiak. Auch moderne Ansätze für Klimaschutz, die Schaffung von bezahl­ba­rem Wohnraum oder moder­ner Mobilitätskonzepte könn­ten in das Konzept einer Landesgartenschau auf­ge­nom­men wer­den. „Dass das mög­lich ist, hat ver­gan­ge­nes Jahr auch die Stadt Heilbronn im Rahmen der Bundesgartenschau bewie­sen“, sagt Michael Ziege.

Bisherige Initiativen für eine Landesgartenschau
In der Vergangenheit wurde die Idee einer Landesgartenschau in Neuss bereits des Öfteren dis­ku­tiert. Entsprechende Anträge der SPD wur­den etwa 2010 und 2019 von der Neusser CDU abge­lehnt. Zuletzt wurde das Thema von SPD, FDP und Bürgermeister Reiner Breuer auf die poli­ti­sche Tagesordnung gesetzt.

Auch bei zwei gut besuch­ten Dialogveranstaltungen in der „Wetthalle” hat die SPD Neuss viel Zuspruch für ihren Vorstoß erfah­ren, die Landesgartenschau nach Neuss zu holen. „Viele Bürgerinnen und Bürger haben die Chance gese­hen, den Rennbahn-​Park als grüne Lunge und Central-​Park unse­rer Stadt mit einer Landesgartenschau als Herzstück lang­fris­tig zu stär­ken und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln”, erklärt Michael Ziege.

Bürgermeister Reiner Breuer hatte sich dar­auf­hin schrift­lich an den NRW-​Ministerpräsidenten Armin Laschet gewandt und ihm das gene­relle Interesse der Stadt an der Ausrichtung einer Landesgartenschau mit­ge­teilt. In sei­nem Antwortschreiben begrüßte der Ministerpräsident die Bewerbung der Stadt Neuss und ermu­tigte den Bürgermeister, den ein­ge­schla­ge­nen Weg fortzusetzen.

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