Kreisgesundheitsamt: Corona-​Management mit neuer Software

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Rhein-​Kreis Neuss setzt auf neue Software bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. 

Seit über einem Monat nut­zen mehr als 100 Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Online-​Anwendung SORMAS („Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System“). Amtsleiter Dr. Michael Dörr erläu­tert die Hintergründe: „Bei uns ist die Nachverfolgung von Kontakten und das Durchbrechen von Infektionsketten eine zen­trale Aufgabe, und mit Hilfe der Anwendung kön­nen wir Kontaktpersonen schnellst­mög­lich in Quarantäne schicken.“

SORMAS ver­bin­det die Falldokumentation mit der Kontaktnachverfolgung. Durch diese neue Software wer­den die rele­van­ten Daten inner­halb der Kreisverwaltung nicht mehr in ver­schie­de­nen Anwendungen erfasst und gepflegt, son­dern ste­hen als elek­tro­ni­sche Akte zur Verfügung. Ein gro­ßer Vorteil: Die Gesundheitsämter ande­rer Kreise und Städte sowie die Ordnungsämter im Rhein-​Kreis Neuss nut­zen eben­falls SORMAS, so dass der Datenaustausch unkom­pli­ziert funk­tio­niert. Da das Programm ver­schie­dene Prozesse in Echtzeit erfasst, bie­tet es zugleich eine gut vali­dierte Datengrundlage. „Wir erhal­ten zum Beispiel einen noch bes­se­ren Überblick über Infektionsketten oder lokale Häufungen von Infektionen – das hilft allen Beteiligten bei der ste­ti­gen Risikobewertung“, betont Dörr.

Im Kreisgesundheitsamt hat IT-​Experte Tobias Schellhorn von der Stabsstelle Digitalisierung dafür gesorgt, dass die Umstellung vom bis­he­ri­gen Datenmanagement auf die neue Software erfolg­reich funk­tio­nierte. Unterstützt wurde er von einem Team vom Gesundheitsamt: Unter der Leitung von Dr. Silvia Eller und Nadine Broisch schul­ten Daniel Constant, Tim Kosmala, Lena Kremer und Franziska Mones alle Kollegen in der neuen, kom­ple­xen Anwendung.

SORMAS erfasst die bestä­tig­ten Corona-​Fälle und doku­men­tiert kli­ni­sche Details oder Laborbestätigungen unter Berücksichtigung des Datenschutzes. Die Anwendung wird vom Helmholtz-​Zentrum für Infektionsforschung (HZI) zur Verfügung gestellt und wurde ursprüng­lich zur Überwachung der Ebola-​Virus-​Epidemie in West-​Afrika ent­wi­ckelt. Ein eige­nes Modul für das Corona-​Virus ermög­licht eine umfas­sende COVID 19-Falldokumentation.

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