Klartext​.NRW – Corona-​Krise und Afrikanischen Schweinepest (ASP): Schweinebauern in Not

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – (RLV) „Die deut­schen schwei­ne­hal­ten­den Betriebe ste­hen momen­tan unter einem unfass­bar hohen Druck. 

Die Herausforderungen um den Umbau der Schweinehaltung, die Auswirkungen der Corona-​Krise und nun noch die afri­ka­ni­sche Schweinepest las­sen die Betriebe mut­los wer­den“, fasst RLV-​Präsident Bernhard Conzen die aktu­elle Situation zusam­men. „Wir haben die große Sorge, dass viele Betriebe dem nicht stand­hal­ten können.

Es war nie wich­ti­ger als jetzt, dass die Politik auf die Nöte und Ängste der Landwirte hört und ihnen mit prak­ti­schen Lösungen zur Seite steht. Die drei Verbände for­dern schnelle, wirk­same und unbü­ro­kra­ti­sche Unterstützung für die Schweinehaltung in NRW und Niedersachsen.

Dazu gehört auch ein strik­tes Vorgehen in Sachen ASP. „Wir müs­sen alles daran set­zen, die Seuche ein­zu­däm­men und aus Deutschland zu ver­drän­gen. Wir brau­chen einen sta­bi­len Zaun und eine wild­schwein­freie Zone an der pol­ni­schen Grenze“, heißt es in der Resolution. Um die Betriebe zu ent­las­ten, sind laut RLV drin­gend kurz­fris­tig wirk­same Maßnahmen zum Ausbau von Schlacht- und Zerlegekapazitäten einzuleiten.

Diese bestehen aus Sicht von Conzen vor­nehm­lich in der Aufhebung von Obergrenzen und der Erweiterung von Arbeitszeiten an Sonn- und Feiertagen. „Wir möch­ten außer­dem an die Solidarität der Schweinehalter appel­lie­ren. Ferkeln aus deut­scher Herkunft sollte unter den aktu­el­len Bedingungen der Vorzug gege­ben wer­den“, so der RLV-Präsident.

Langfristig gelte es, Zielkonflikte bei­spiels­weise beim Tier- und Umweltschutz zu lösen und die Landwirtschaft bei gewünsch­ten Veränderungen zu beglei­ten. „Wir ste­hen Veränderungen in der Schweinehaltung grund­sätz­lich offen gegen­über“, so Conzen abschlie­ßend. „Doch das geht nur mit guten, ver­läss­li­chen und prak­tisch umsetz­ba­ren Konzepten.

Wenn uns dies in einer gemein­sa­men Kraftanstrengung nicht gelingt, müs­sen wir mit den Konsequenzen zurecht­kom­men: Eine Verlagerung der Produktion ins Ausland, unter unge­wis­sen Standards und noch mehr Höfe, die ihre Tore schlie­ßen. Das darf nicht pas­sie­ren!“, so Conzen abschließend.

Anmerk. d. Red.: 
Achten Sie z. B. beim Kauf von Fleisch auf eine Deutsche Herkunft. Das hilft den hei­mi­schen Landwirten.

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