Dormagen – Recycling: SWD und Stadt rich­ten Sammelstellen für CDs ein

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Robert Schilken, Herausgeber



DormagenSWD und Stadt haben gemein­sam an drei Orten im Stadtgebiet Abgabestellen für CDs ein­ge­ri­chet. Zu fin­den sind die qua­dra­ti­schen Boxen im Neuen Rathaus, dem Technischen Rathaus und der Tourist-​Info in Zons. 

Egal ob Musik, Hörbuch oder Datenträger – Silberlinge, die dort ein­ge­wor­fen wer­den, gehen in eine zweite Runde: Denn nach fach­män­ni­scher Trennung kön­nen die Rohstoffe, vor allem das Polycarbonat, ein hoch­wer­ti­ger Kunststoff, wie­der­ver­wen­det wer­den – zum Beispiel in der Medizintechnik oder für Komponenten der Automobilindustrie.

Der Prozess des Recyclings ist nicht nur aus wirt­schaft­li­cher Sicht sinn­voll, son­dern spart auch Erdöl und Energie“, sagt Tina Kühn. Die enga­gierte Bürgerin und ehe­ma­lige CDU-​Ratsfrau gab im Sommer den Anstoß für eine Sammelstelle, nach­dem sie in Dormagen keine öffent­li­che Möglichkeit fand, alte CDs der Verwertung zuzuführen.

Mit den Boxen set­zen das Stadtmarketing und das Steueramt der Stadt Dormagen – zustän­dig für das Thema Entsorgung – jetzt eine kleine, unbü­ro­kra­ti­sche Lösung des Problems um. „Ich finde es eine gute Idee, klein zu star­ten und dann zu sehen, wie sich das Aufkommen ent­wi­ckelt“, freut sich Kühn. Stadtmarketing-​Leiter Thomas Schmitt (SWD) hat das Anliegen gerne unter­stützt: „Im Sinne eines nach­hal­ti­gen Dormagens sind die Boxen auch ein Aspekt des Stadtmarketings.“

Musik und Filme wer­den zuneh­mend aus dem Internet gestreamt, der USB-​Stick als hand­li­cher Datenträger hat die CD nahezu abge­löst. Es dürf­ten in den nächs­ten Jahren also noch viele nicht mehr gebrauchte Silberlinge den Weg in die Verwertung antre­ten. Die aus­ran­gier­ten Dormagener CDs jeden­falls lan­den bei der Firma Blueboxx – Gesellschaft für CD-​Recycling aus Hemmingen bei Hannover und wer­den dort auf­be­rei­tet, wie der Leiter des Steueramtes, Simon Marx, erklärt.

Wer CDs ent­sorgt, auf denen per­sön­li­che Daten gespei­chert sind, sollte diese übri­gens vor Einwurf in die Sammelbox unbrauch­bar machen. Darauf weist das Umweltbundesamt hin: Mehrere radiale, also strah­len­för­mig von der Mitte aus­ge­hende tiefe und breite Kratzer auf der Oberseite (Labelseite) rei­chen meist aus, damit die CD nicht mehr gele­sen wer­den kann.

V.l.n.r.: vl Tina Kühn, Thomas Schmitt und Simon Marx. Foto: Stadt
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