Rhein-​Kreis Neuss – Katasteramt: Eine Drohne lie­fert digi­tale Geodaten auch für die Kommunen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Das Kataster- und Vermessungsamt des Rhein-​Kreises Neuss hebt ab: In Zukunft arbei­ten die Vermesser mit einer eige­nen Drohne. Während bis­her tra­di­tio­nelle Messtechnik zum Einsatz kam, soll in Zukunft eine Drohne mit hoch­auf­lö­sen­der Kamera Daten lie­fern. Dabei arbei­tet der Kreis eng mit den Kommunen zusammen.

Dazu absol­vie­ren nun Mitarbeiter des Katasteramtes und des Hoch- und Tiefbauamtes des Kreises sowie Kollegen ver­schie­de­ner kreis­an­ge­hö­ri­ger Kommunen eine gemein­same Ausbildung zum Drohnenpiloten.

Kreisdezernent Harald Vieten erläu­tert die Vorteile der inno­va­ti­ven Technik: „Die Drohnenvermessung ist kos­ten­güns­tig, erspart Zeit und ermög­licht die Datenerhebung auch von schwer zugäng­li­chen Objekten oder Orten.“ Das Ergebnis sei eine vir­tu­elle Realität am Schreibtisch: Die Mitarbeiter kön­nen am PC zum Beispiel die Höhe einer Brücke oder die Breite einer Straße mes­sen. Damit wer­den viele Außentermine ent­behr­lich. Rund 11.000 Euro inves­tiert der Kreis in das Fluggerät und in die spe­zi­elle Auswertungssoftware.

Die Drohne ist mit einem ein­ge­bau­ten Satelliten-​Empfänger aus­ge­stat­tet, der mit Hilfe von Echtzeit-​GPS detail­ge­treue Angaben von Geländeaufnahmen und Gebäuden erstellt. Die Mitarbeiter im Kataster- und Vermessungsamt wer­ten die Daten aus und stel­len diese für die Verwaltungsarbeit in den ver­schie­de­nen Fachbereichen zur Verfügung.

Amtsleiter Michael Fielenbach erläu­tert das Verfahren: „Wir erzeu­gen aus den rie­si­gen Datenmengen an einem Hochleistungsrechner ein exak­tes drei­di­men­sio­na­les Modell und füh­ren damit die amt­li­che Basiskarte fort“, berich­tet er. Mit der Drohne kön­nen eben­falls digi­tale Geländemodelle kre­iert und Planungsgrundlagen erstellt werden.

Michael Fielenbach hat auch den Sicherheitsaspekt im Blick: „Wichtig ist, dass der Einsatz der Drohne sorg­fäl­tig geplant und Ordnungsbehörden, Flugsicherung und sons­tige Beteiligte infor­miert wer­den“, so der Amtsleiter. Die moderne Drohnentechnik ermög­li­che einen nahezu auto­ma­ti­sier­ten Flug auf der vor­ge­plan­ten Route, wobei die aus­ge­bil­de­ten Drohnenpiloten jeder­zeit das Fluggerät überwachen.

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