Neuss: Kellerbrand an der Daimlerstraße – Mehrere Verletzte

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Neuss (ots) In der Nacht von 14.09. zum 15.09.2020, gegen 23:30 Uhr, war die Feuerwehr Neuss mit insgesamt acht Löschzügen auf der Daimlerstraße im Stadtteil Neuss-Furth im Einsatz.

Es brannte im Keller eines achtgeschossigen Mehrfamilienhauses. Mehrere Personen erlitten eine Rauchgasvergiftung und werden vom Rettungsdienst betreut. Das Feuer ist unter Kontrolle, derzeit finden Nachlöscharbeiten statt. Die Einsatzdauer ist zur Zeit unbestimmt.

Einsatzstelle Daimlerstraße. Foto: Feuerwehr

Nachtrag 01:36 Uhr

Neuss (ots) Das Feuer im Keller des Mehrfamilienhauses an der Daimlerstraße ist gelöscht, im Keller werden weiterhin Lüftungsmaßnahmen durchgeführt. Die Treppenhäuser sind nun rauchfrei und wieder begehbar.

Alle Bewohner können aufgrund der Rauchbelastung und weil das Haus von der Strom- und Gasversorgung getrennt wurde nicht in ihren Wohnungen verbleiben. Sie werden aktuell von der Feuerwehr aus den Wohnungen geleitet und in einem Bus der Stadtwerke betreut.

Das Sozialamt übernimmt die weitere Versorgung und Unterbringung der Bewohner.

ABSCHLUSSMELDUNG 05:20 Uhr:

Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses | 50 Personen evakuiert
Im Ortsteil Vogelsang kam es am gestrigen Montag, den 14.09.2020 gegen 23:30 Uhr auf der Daimlerstraße zu einem ausgedehnten Brand im Kellergeschoss eines achtgeschossigen Mehrfamilienhauses.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde eine starke Rauchentwicklung sowie vereinzelt Flammenschein aus allen Kellerfenstern des betroffenen Wohngebäudes festgestellt. Insgesamt 15 Personen waren bereits durch den verrauchten Treppenraum geflohen und zogen sich dabei eine Rauchgasvergiftung zu. Aufgrund der Lage wurde umgehend die Alarmstufe erhöht und insgesamt sieben weitere Löschzüge nachgefordert. Auch für den Rettungsdienst wurde aufgrund der zu erwartenden Anzahl an weiteren Verletzten eine sogenannten MANV-Lage ausgelöst, die die Alarmierung zahlreicher rettungsdienstlicher Einheiten nach sich zieht.

Parallel wurde ein Löschangriff mit mehreren Trupps unter Atemschutz eingeleitet und weitere Maßnahmen zur Entrauchung und Rauchfreihaltung des Treppenraumes durchgeführt. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwendig und personalintensiv, da immer wieder auftretende Glutnester über einen längeren Zeitraum abzulöschen waren. Eine weitere Brandausbreitung konnte jedoch durch die im Keller eingesetzten Feuerwehrkräfte erfolgreich verhindert werden.

Um die insgesamt 50 verbliebenen Bewohner zu schützen, wurden alle angehalten, in ihren rauchfreien Wohnungen zu bleiben. Aufgrund der starken Rauchverteilung im gesamten Objekt, wurden alle Bewohner im Anschluss geplant evakuiert und durch ein Großaufgebot des Rettungsdienstes vor Ort gesichtet und betreut.

Alle Bewohner können aufgrund der Rauchbelastung und weil das Haus von der Strom- und Gasversorgung getrennt wurde nicht in ihren Wohnungen zurückkehren. Sie wurde in einem Bus der Stadtwerke betreut. Das Sozialamt übernimmt die weitere Versorgung und Unterbringung der Bewohner in Hotels und bei Freunden und Verwandten.

Die Brandursache ist derzeit unklar. Ermittlungen diesbezüglich wurden durch die Kriminalpolizei aufgenommen. Ebenso kann die Höhe des entstandenen Sachschadens zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffert werden.

Der Feuerwehreinsatz war nach ca. fünf Stunden beendet. Alle Einsatzkräfte wurden vom Malteser Hilfsdienst e.V. Neuss verpflegt. Im Einsatz befanden sich vor Ort über 120 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Der Löschzug Norf stellte auf der Feuerwache am Hammfelddamm den Grundschutz für die Stadt Neuss sicher.

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