Neuss: Kellerbrand an der Daimlerstraße – Mehrere Verletzte

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) In der Nacht von 14.09. zum 15.09.2020, gegen 23:30 Uhr, war die Feuerwehr Neuss mit ins­ge­samt acht Löschzügen auf der Daimlerstraße im Stadtteil Neuss-​Furth im Einsatz.

Es brannte im Keller eines acht­ge­schos­si­gen Mehrfamilienhauses. Mehrere Personen erlit­ten eine Rauchgasvergiftung und wer­den vom Rettungsdienst betreut. Das Feuer ist unter Kontrolle, der­zeit fin­den Nachlöscharbeiten statt. Die Einsatzdauer ist zur Zeit unbestimmt.

Einsatzstelle Daimlerstraße. Foto: Feuerwehr

Nachtrag 01:36 Uhr

Neuss (ots) Das Feuer im Keller des Mehrfamilienhauses an der Daimlerstraße ist gelöscht, im Keller wer­den wei­ter­hin Lüftungsmaßnahmen durch­ge­führt. Die Treppenhäuser sind nun rauch­frei und wie­der begehbar.

Alle Bewohner kön­nen auf­grund der Rauchbelastung und weil das Haus von der Strom- und Gasversorgung getrennt wurde nicht in ihren Wohnungen ver­blei­ben. Sie wer­den aktu­ell von der Feuerwehr aus den Wohnungen gelei­tet und in einem Bus der Stadtwerke betreut.

Das Sozialamt über­nimmt die wei­tere Versorgung und Unterbringung der Bewohner.

ABSCHLUSSMELDUNG 05:20 Uhr:

Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses | 50 Personen evakuiert 
Im Ortsteil Vogelsang kam es am gest­ri­gen Montag, den 14.09.2020 gegen 23:30 Uhr auf der Daimlerstraße zu einem aus­ge­dehn­ten Brand im Kellergeschoss eines acht­ge­schos­si­gen Mehrfamilienhauses.

Bei Eintreffen der ers­ten Einsatzkräfte wurde eine starke Rauchentwicklung sowie ver­ein­zelt Flammenschein aus allen Kellerfenstern des betrof­fe­nen Wohngebäudes fest­ge­stellt. Insgesamt 15 Personen waren bereits durch den ver­rauch­ten Treppenraum geflo­hen und zogen sich dabei eine Rauchgasvergiftung zu. Aufgrund der Lage wurde umge­hend die Alarmstufe erhöht und ins­ge­samt sie­ben wei­tere Löschzüge nach­ge­for­dert. Auch für den Rettungsdienst wurde auf­grund der zu erwar­ten­den Anzahl an wei­te­ren Verletzten eine soge­nann­ten MANV-​Lage aus­ge­löst, die die Alarmierung zahl­rei­cher ret­tungs­dienst­li­cher Einheiten nach sich zieht.

Parallel wurde ein Löschangriff mit meh­re­ren Trupps unter Atemschutz ein­ge­lei­tet und wei­tere Maßnahmen zur Entrauchung und Rauchfreihaltung des Treppenraumes durch­ge­führt. Die Löscharbeiten gestal­te­ten sich auf­wen­dig und per­so­nal­in­ten­siv, da immer wie­der auf­tre­tende Glutnester über einen län­ge­ren Zeitraum abzu­lö­schen waren. Eine wei­tere Brandausbreitung konnte jedoch durch die im Keller ein­ge­setz­ten Feuerwehrkräfte erfolg­reich ver­hin­dert werden.

Um die ins­ge­samt 50 ver­blie­be­nen Bewohner zu schüt­zen, wur­den alle ange­hal­ten, in ihren rauch­freien Wohnungen zu blei­ben. Aufgrund der star­ken Rauchverteilung im gesam­ten Objekt, wur­den alle Bewohner im Anschluss geplant eva­ku­iert und durch ein Großaufgebot des Rettungsdienstes vor Ort gesich­tet und betreut.

Alle Bewohner kön­nen auf­grund der Rauchbelastung und weil das Haus von der Strom- und Gasversorgung getrennt wurde nicht in ihren Wohnungen zurück­keh­ren. Sie wurde in einem Bus der Stadtwerke betreut. Das Sozialamt über­nimmt die wei­tere Versorgung und Unterbringung der Bewohner in Hotels und bei Freunden und Verwandten.

Die Brandursache ist der­zeit unklar. Ermittlungen dies­be­züg­lich wur­den durch die Kriminalpolizei auf­ge­nom­men. Ebenso kann die Höhe des ent­stan­de­nen Sachschadens zum jet­zi­gen Zeitpunkt nicht bezif­fert werden.

Der Feuerwehreinsatz war nach ca. fünf Stunden been­det. Alle Einsatzkräfte wur­den vom Malteser Hilfsdienst e.V. Neuss ver­pflegt. Im Einsatz befan­den sich vor Ort über 120 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Der Löschzug Norf stellte auf der Feuerwache am Hammfelddamm den Grundschutz für die Stadt Neuss sicher.

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