Rhein-​Kreis Neuss – Mittelstandsbarometer 2020: Bericht zur kon­junk­tu­rel­len Lage des Mittelstands

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Robert Schilken, Herausgeber



Das Baugewerbe (126 Punkte, -14 Punkte) und der Handel (104 Punkte, -23 Punkte) bleiben vergleichsweise stabil und zeigt sich von der Corona-Krise in der Einordnung wenig betroffen. Der Positivtrend im Handel ist auch bundesweit abgeflacht, da sich die Konsumlust der Verbraucher momentan in Grenzen hält. Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe (103 Punkte | -46 Punkte) und im Dienstleistungssektor (102 Punkte | -33 Punkte) sinkt dagegen überdurchschnittlich.

Die Investitionsbereitschaft der regionalen Unternehmen verschlechtert sich im Frühsommer 2020 deutlich. Nur noch etwa jedes zweite Unternehmen (49 Prozent | -16 Punkte) gibt an, in den nächsten 12 Monaten investieren zu wollen. Dies gilt besonders für die Dienstleister (47 Prozent | -20 Punkte), für den Handel (42 Prozent | -17 Punkte) und auch für das Baugewerbe (55 Prozent | -14 Punkte). Im Gleichklang hat sich auch das Zahlungsverhalten der Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss nach Angaben des Creditreform Debitorenregisters Deutschland (DRD) in den ersten sechs Monaten des Jahres leicht verschlechtert (+ 0,3 Tage).

„Bei der momentanen Wirtschaftslage handelt es sich nicht um eine normale Rezession. Die Einbrüche sind in weiten Teilen durch die Corona-Pandemie bedingt. Die Erkenntnisse aus dem Mittelstandsbarometer geben wichtige Erkenntnisse darüber, wie Unternehmen schon gehandelt haben und wo es noch Unterstützungsbedarf gibt“, erläutert Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die aktuellen Ergebnisse. „Um die Ausbreitung des Corona-Virus weiter einzudämmen ist es unbedingt erforderlich, dass sich alle an die Verhaltens- und Hygieneregeln halten. Nur so können wir auch weiter von Lockerungen bei den Beschränkungen profitieren. Wir dürfen jetzt aber nicht nachlässig werden und die erreichten Erfolge gefährden. Das gibt der Wirtschaft beste Möglichkeiten die Einbrüche aufzuholen. Dankbar bin ich allen, die auch in schweren Zeiten Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten oder neu schaffen“.

Die Wertschätzung des Unternehmensstandorts Rhein-Kreis Neuss hat im Frühsommer 2020 nochmals zugenommen. 94 Prozent der regionalen Unter-nehmen würden den Rhein-Kreis Neuss anderen Unternehmen als „Unternehmensstandort empfehlen“ (+ 3 Punkte). „Die trotz Pandemie steigende Wertschätzung für unseren Wirtschaftsstandort ist ein starkes Signal, dass die Rahmenbedingungen im Rhein-Kreis Neuss stimmen“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Zugleich hat die Bekanntheit der Beratungs- und Dienstleistungsangebote der Wirtschaftsförderungen im Rhein-Kreis Neuss in den letzten 12 Monaten zum vierten Mal in Folge leicht zugenommen (57 Prozent | + 1 Punkt).

„Auf die Sparkasse ist auch unter Corona-Bedingungen einmal mehr Verlass: Bis heute haben wir schnell und unbürokratisch über 60 Millionen Euro bereitgestellt, damit die Corona-bedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten für die Betriebe im Kreis beherrschbar bleiben und Arbeitsplätze gesichert werden können“, so Dr. Volker Gärtner, Vorstandsmitglied der Sparkasse Neuss. Damit leiste die Sparkasse einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität der mittelständischen Wirtschaft vor Ort. Und Carsten Proebster, im Sparkassenvorstand auch für die Bereiche Organisation und Digitalisierung verantwortlich, ergänzt: „Wer anderen in einer solchen Ausnahmesituation zur Seite stehen will, muss zunächst selbst gut vorbereitet sein. Wir haben bewiesen: Wir können Krise!“ Als Erfolgsfaktoren nannte er ein professionelles Krisenmanagement, die Vorteile der Digitalisierung und eine auch in Krisenzeiten gewährleistete persönliche Erreichbarkeit für die Kunden und ihre Anliegen.

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