Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch: Unwetter sorgt für 12 Stunden Dauereinsatz

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Robert Schilken, Herausgeber



[sc name=„mee” ]Am früh­ren Montagmorgen gegen 01:00 ent­lud sich ein Unwetter mit enor­men Regenmengen punk­tu­ell über den Stadtteilen Strümp und Osterath. Dies sollte die Feuerwehr Meerbusch für bei­nahe 12 Stunden auf Trab halten.

Da die Kanalisation den Regen nicht mehr fas­sen konnte, bahnte sich das Wasser sei­nen Weg ins­be­son­dere in Keller, Garagen und Souterrainwohnungen, beson­ders betrof­fen waren dabei die Siedlung „Schürkesfeld” in Strümp, die Thomas-​Mann-​Straße in Osterath sowie der Bereich um den Mühlenbach in Bovert, wo ein Rückhaltebecken über­lief. Teilweise stand das Wasser bis zu 30 cm hoch in den Straßen und sorgte so für die enorme Anzahl von 135 Einsätzen für die Feuerwehr Meerbusch.

Nachdem sich bereits in den ers­ten Meldungen abzeich­ne­tet, dass es zu einer Vielzahl von Einsätzen kommt, löste die Leitstelle Alarm für alle Meerbuscher Feuerwehreinheiten aus und ent­sandte diese nach Strümp und Osterath.

Die rund 130 ein­ge­setz­ten Kräfte arbei­te­ten die Einsatzstellen nach und nach ab, befrei­ten Keller von Wasser, sicher­ten auf­ge­schwom­mene Öltanks oder hal­fen, Hab und gut aus über­schwemm­ten Bereichen zu ret­ten. In der St.-Mauritius-Therapieklink drang das Wasser in einen Gebäudeteil und in einen Aufzugsschacht ein. Besonders zeit­in­ten­siv gestal­tete sich die Arbeit „Am Mühlenbach”, wo die Wassermassen einen regel­rech­ten See hat­ten ent­ste­hen las­sen. Mit Hilfe von leis­tungs­star­ken Pumpen wur­den bis zu 10.000 Liter Wasser pro Minute abgesaugt.

Verletzt wurde bei die­sem Unwetter glück­li­cher­weise niemand.

Wie wich­tig es dabei ist, für das „Alltagsgeschäft” der Feuerwehr aus­rei­chende Reserven zu bil­den, zeigte sich auch wie­der an die­sem Morgen, denn neben den unet­ter­be­ding­ten Einsätzen galt es auch noch, eine län­gere Ölspur von der Krefelder Straße und dem Westring in Osterath zu ent­fer­nen. Ein LKW hate sich den Tank auf­ge­ris­sen und grö­ßere Mengen Diesel ver­lo­ren. Gegen 09:00 löste auch noch die Brandmeldeanlage eines metall­ver­ar­bei­ten­den Betriebs in Osterath aus. Dies stelle sich jedoch glück­li­cher­weise als Fehlalarm heraus.
 
Etwa um 13:00 hat­ten alle Einheiten nach den Einsätzen die ver­wen­de­ten Geräte gerei­nigt und Einsatzklar gemacht.

Foto: Ffw Meerbusch

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