Internationaler Tag der Vermissten 30. August 2020 – Schicksalsklärungen Zweiter Weltkrieg nun bis 2025 möglich.

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Robert Schilken, Herausgeber



[sc name=„ne” ]Angehörige wer­den ver­misst, Schicksale sind unklar, die Unsicherheit über den Verbleib von Verwandten ist groß. 

Wenn Familien aus­ein­an­der­ge­ris­sen wer­den, hilft der DRK-​Suchdienst, sie wie­der zu ver­ei­nen oder den Verbleib von Angehörigen zu klä­ren. Der Internationale Tag der Vermissten am 30. August macht auf diese Schicksale aufmerksam.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des DRK-​Suchdienstes liegt nach wie vor in der Schicksalsklärung von Angehörigen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Auch 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges ver­lan­gen immer noch Tausende Menschen in Deutschland nach Informationen zum Schicksal ihrer Angehörigen, die in Folge des Krieges und auf­grund von Flucht und Vertreibung ver­misst werden.

Das Interesse in vie­len deut­schen Familien an dem Schicksal ihrer im Krieg oder durch Vertreibung ver­miss­ten Angehörigen ist nach wie vor sehr groß. Viele wol­len Klarheit dar­über, was damals wirk­lich pas­siert ist. Alleine im ver­gan­ge­nen Jahr erreich­ten den DRK-​Suchdienst dazu 10.091 Anfragen. Die Zentrale Namenskartei des DRK-​Suchdienstes mit ca. 50 Millionen digi­ta­li­sier­ten Karteikarten gibt Auskunft über den Verbleib von über 20 Millionen Menschen, die in Deutschland durch den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen ver­misst werden.

Zuletzt stan­den Diskussionen über die Einstellung des DRK-​Suchdienstes zu Anfragen nach Vermissten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges im Raum.

Nach Verhandlungen des DRK mit dem Mittelgeber, dem Bundesinnenministerium, kann diese wich­tige Aufgabe des DRK-​Suchdienstes nun erfreu­li­cher­weise wei­ter­hin bis zum 31.12.2025 durch­ge­führt werden.

Vermisstenkartei. Foto: A. Brockmann /​DRK

Ein wei­te­rer Schwerpunkt der Arbeit des DRK-​Suchdienstes liegt in Anfragen von Geflüchteten, die von ihren Familien und Angehörigen getrennt wur­den. Flüchtlinge und Migranten, die auf dem Weg nach Europa von ihren Angehörigen getrennt wur­den, haben meist wenig bis keine Anhaltspunkte, wo diese ver­blie­ben sein könn­ten. Eine Herausforderung bei der Suche ist, dass die suchen­den Personen oft nicht sagen kön­nen, in wel­chem Transit- oder Zielland sie ihre Angehörigen vermuten.

Im Jahr 2019 gin­gen im Rahmen der inter­na­tio­na­len Suche 2.083 neue Suchanfragen von Geflüchteten beim DRK-​Suchdienst ein, die Familienangehörige suchen. Hauptherkunftsländer sind Afghanistan, Somalia, Irak und Syrien. Seit 2013 hilft ein online-​basiertes Instrument bei der Suche nach Angehörigen.

Wer nach Familienangehörigen sucht, kann über die Website www​.tracet​he​face​.org ein Foto von sich ver­öf­fent­li­chen las­sen mit Hinweis zum fami­liä­ren Bezug der ver­miss­ten Person. Bis Ende Mai 2020 konn­ten so inter­na­tio­nal 193 Trace the Face Erfolgsgeschichten ver­zeich­net wer­den, seit 2018 ca. eine pro Woche.

Weitere Informationen zum Suchdienst und wie wir Ihnen hel­fen kön­nen fin­den Sie unter www​.drk​-such​dienst​.de

Info DRK-​Suchdienst:
Der DRK-​Suchdienst unter­stützt Menschen, die durch bewaff­nete Konflikte, Katastrophen, Flucht, Vertreibung oder Migration von ihren Nächsten getrennt wur­den. Er hilft, Angehörige zu suchen, sie wie­der mit­ein­an­der in Kontakt zu brin­gen und Familien zu ver­ei­nen. Im Rahmen sei­nes inter­na­tio­na­len Netzwerks arbei­tet der DRK-​Suchdienst dabei mit 192 Rotkreuz- und Rothalbmond-​Gesellschaften und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz zusam­men. Seit 1953 wird der DRK-​Suchdienst von der Bundesregierung (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat) zu 100 Prozent insti­tu­tio­nell gefördert.

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