Verein Kinderfreundliche Kommunen: Dormagen wird „Kinderfreundliche Kommune“

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Robert Schilken, Herausgeber



[sc name=„dor” ]Die Stadt Dormagen erhielt ges­tern das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Damit wür­digt der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kom­mu­nale Umsetzung der UN-​Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. 

Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich Dormagen dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stär­ken und stellt sich zugleich einem regel­mä­ßi­gen Prüfverfahren. Bürgermeister Erik Lierenfeld nahm das Siegel von Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins, entgegen.

Das Siegel ver­gibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getra­gene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die fest­ge­steck­ten Ziele inner­halb von drei Jahren umzu­set­zen. Dormagen ist nach Köln die zweite Stadt Nordrhein-​Westfalens, die das Siegel erhält.

Anne Lütkes betonte im Namen des Vereins: „Dormagen hat einen sehr ambi­tio­nier­ten Aktionsplan ver­ab­schie­det. Bei der Umsetzung kann die Stadt auf bereits bestehende Strukturen zurück­grei­fen und diese wei­ter aus­bauen und ver­an­kern. Wir freuen uns ins­be­son­dere, dass die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung in Schulungen für die Kinderrechte sen­si­bi­li­siert wer­den sollen.

Denn eines ist klar: Nur wenn die Achtung der Kinderrechte als Querschnittaufgabe ver­stan­den wird, kön­nen diese nach­hal­tig umge­setzt wer­den. Wir sind sicher, dass Dormagen durch die Umsetzung des Aktionsplanes in den kom­men­den Jahren noch kinder- und jugend­freund­li­cher wird.“

Bürgermeister Erik Lierenfeld freute sich, das Siegel ent­ge­gen­neh­men zu dür­fen. Er sagte: „Das Siegel ist einer­seits eine tolle Bestätigung der bis­her in Dormagen für Kinder und Jugendliche geleis­te­ten Arbeit. Andererseits wird es uns als Ansporn die­nen, auch in Zukunft wei­ter enga­giert Kinderrechte vor Ort umzu­set­zen. Daran arbei­ten zahl­rei­che Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag.“

Jo Deußen, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses in Dormagen, zeigte sich erfreut über die Anerkennung: „Die Würdigung durch das Siegel ‚Kinderfreundliche Kommune‘ ist eine tolle Anerkennung der Arbeit, die mit dem Dormagener Modell in unse­rer Stadt vor rund 30 Jahren initi­iert wurde und seit­dem in par­tei­über­grei­fen­dem Konsens part­ner­schaft­lich mit der Verwaltung getra­gen und wei­ter­ent­wi­ckelt wird! Zudem bin ich froh, dass der Rat mit sei­nem Beschluss zum Aktionsplan die Verpflichtung, unsere Stadt im Sinne der Kinderrechte wei­ter zu ent­wi­ckeln, mit brei­ter Zustimmung ein­ge­gan­gen ist und somit auch künf­tig die Kinder in den Fokus poli­ti­schen Handelns stellt.“

Bürgermeister Erik Lierenfeld (r.) nimmt das Siegel von Anne Lütkes (2.v.l.), Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommune, und Ceren Güven-​Güres (l.) von UNICEF ent­ge­gen. Mit ihnen freut sich auch Jo Deußen (2.v.r.), Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses in Dormagen. Foto: Stadt Dormagen

Der Aktionsplan weist eine große Vielfalt an Maßnahmen auf“, lob­ten die Sachverständigen des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., Martina Hoff, Gudrun Potysch-​Wieczorek und Dr. Richard Schröder:

Er zeigt eine erfreu­lich starke Betonung von bereits rea­li­sier­ten und noch zu schaf­fen­den Strukturen in Politik und Verwaltung, die eine lang­fris­tige und nach­hal­tige Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderfreundlichkeit ermög­li­chen und absi­chern. Wir freuen uns ins­be­son­dere über die umfäng­li­chen Beteiligungsmaßnahmen, die im Aktionsplan fest­ge­schrie­ben wur­den: Kommunalpolitische Praktika, par­la­men­ta­ri­sche Kinder- und Jugendgremien und Rathaus-​Rallyes geben Kindern und Jugendlichen umfas­sende Möglichkeiten, ihr Lebensumfeld mit­zu­ge­stal­ten und sich aktiv in die Gestaltung des demo­kra­ti­schen Gemeinwesens ein­zu­brin­gen. Wir sind gespannt auf die nächs­ten Jahre.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft vier Jahre und kann anschlie­ßend ver­län­gert wer­den. Im ers­ten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vor­be­rei­tet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die Stadtverordnetenversammlung prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und ver­gibt das Siegel für die fol­gen­den drei Jahre.

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