Meerbusch – Startschuss für die Erdgasumstellung von L- auf H‑Gas – Monteure mit Lichtbildausweis

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Robert Schilken, Herausgeber



[sc name=„mee” ]Es ist eines der größ­ten Infrastrukturprojekte der deut­schen Energiewirtschaft: Die Umstellung von L- auf H‑Gas.

In den nächs­ten Wochen erhal­ten alle Meerbuscher Gaskunden ein ers­tes Informationsschreiben. Danach begin­nen die Arbeiten in allen Haushalten mit Gasanschluss im Netzgebiet der Stadtwerke Meerbusch.

Beim Erdgas gibt es zwei ver­schie­de­nen Gasqualitäten, L- (low calo­ric) und H‑Gas (high calo­ric). Sie unter­schei­den sich haupt­säch­lich in ihrer Zusammensetzung und ihrem Brennwert. Meerbusch wurde bis­her mit L‑Gas ver­sorgt. Nun wird flä­chen­de­ckend auf H‑Gas umgestellt.

Die meis­ten Gasgeräte, die mit L‑Gas betrie­ben wer­den, kön­nen aus Sicherheitsgründen nicht ohne wei­te­res H‑Gas ver­wen­den. Daher wer­den alle Geräte im Rahmen der Erdgasumstellung zunächst erfasst und spä­ter tech­nisch ange­passt. Dies betrifft Gasgeräte und ‑anla­gen in Haushalten, Betrieben und der Industrie.

Weitere Informationen

Die Niederlande sind mit ihrem Erdgasfeld in Groningen einer der größ­ten Lieferanten von L‑Gas. Durch eine starke Reduzierung der Förder- und damit auch der Exportmengen wird L‑Gas jedoch in Zukunft nur noch sehr begrenzt zur Verfügung ste­hen. In allen L‑Gas-​Gebieten Deutschlands (Niedersachsen, Nordrhein-​Westfalen, Hessen, Bremen, Sachsen-​Anhalt und Rheinland-​Pfalz) wird daher die Versorgung nach und nach auf H‑Gas umge­stellt. Insgesamt sind rund 4 Mio. Erdgaskunden betrof­fen. Nach aktu­el­len Planungen soll die Umstellung im Jahr 2030 abge­schlos­sen sein.

Nach § 19 a des Energiewirtschaftsgesetzes ist der jewei­lige Netzbetreiber für diese Umstellungsmaßnahmen zustän­dig, in unse­rer Region sind das die Stadtwerke Meerbusch. Dies gilt unab­hän­gig vom Gaslieferanten, von dem der Endkunde sein Gas bezieht.

Der Zeitplan

Vor der Umstellung auf H‑Gas müs­sen alle Gasgeräte und ‑anla­gen auf die neue Gasqualität ange­passt wer­den. Dies erfolgt in zwei Schritten: Zunächst wer­den die Gasgeräte erfasst, damit die ent­spre­chen­den Ersatzteile bestellt wer­den kön­nen. Im zwei­ten Schritt wer­den die Geräte tech­nisch ange­passt, z. B. durch einen Austausch der Düsen. Zwischen die­sen bei­den Schritten kann eine Zeitspanne von über einem Jahr lie­gen. In jedem Betrieb oder Haushalt sind also min­des­tens zwei Termine not­wen­dig. Erfassung und Anpassung der Gasgeräte sind für den Kunden kostenlos.

Die Stadtwerke Meerbusch begin­nen mit der Erfassung der Gasgeräte Anfang März 2021, die tech­ni­sche Anpassung erfolgt dann ab Ende Mai 2022. Die Umstellung soll Anfang September 2022 erfolgen.

Insgesamt müs­sen in Meerbusch ca. 9.000 Haushalte besucht und ca. 12.000 Gasgeräte erfasst und ange­passt werden.

Bitte an die Bürger

Projektleiter Lars Lohrberg wen­det sich schon jetzt mit einer Bitte an die Bürger: „Bei die­sem gro­ßen Projekt sind wir auf die Unterstützung aller mit Erdgas ver­sorg­ten Haushalte und Unternehmen ange­wie­sen. Unsere Monteure wer­den jeden Gaskunden min­des­tens zwei­mal auf­su­chen. Wir geben unser Bestes, um die Umstellung für alle Beteiligten so rei­bungs­los wie mög­lich zu gestal­ten. Heben Sie des­halb das Informationsschreiben, das Sie in Kürze erhal­ten und alle wei­te­ren Unterlagen, die Sie von uns zu die­sem Thema erhal­ten, gut auf.“

Um Trickbetrügereien vor­zu­beu­gen, erhal­ten die Monteure der Stadtwerke Meerbusch ent­spre­chende Lichtbildausweise sowie Zugangscodes, die beim Kundenbesuch unauf­ge­for­dert gezeigt wer­den müssen.

Bei Zweifeln soll­ten sich die Meerbuscher Bürgerinnen und Bürger an das Erdgasbüro der Stadtwerke wen­den, zu errei­chen unter 02159 /​9137–466.

In dem Zusammenhang machen die Stadtwerke dar­auf auf­merk­sam, dass es aus Sicherheitsgründen zu Sperrungen des Gasanschlusses durch den Netzbetreiber kom­men kann, wenn der Zutritt zur Erfassung und Anpassung der tech­ni­schen Anlagen ver­wei­gert wird.

Hinweise zur Erdgasumstellung wäh­rend der Corona-Pandemie

Derzeit wer­den im Netzgebiet der Stadtwerke Meerbusch noch keine Maßnahmen zur Erdgasumstellung durch­ge­führt, die einen Kundenbesuch erfor­der­lich machen. Sollten zum Beginn der Erfassung immer noch COVID-​19 bedingte Verhaltens- und Hygieneauflagen bestehen, hal­ten sich die Mitarbeiter der Stadtwerke Meerbusch strikt an ein abge­stimm­tes Hygienekonzept. „Wir wer­den selbst­ver­ständ­lich auch wei­ter­hin dazu bei­tra­gen, die Verbreitung des Coronavirus ein­zu­däm­men und Risikogruppen in unse­rer Gesellschaft zu schüt­zen“, bekräf­tigt Geschäftsführer Tafil Pufja das Vorgehen bei der Erdgasumstellung.

Die Stadtwerke Meerbusch wer­den recht­zei­tig mit wei­te­ren Informationen zu den nächs­ten Schritten auf alle betrof­fe­nen Gaskunden in ihrem Netzgebiet zukommen.

Informationen der Verbraucherzentrale fin­den Sie hier.

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