Korschenbroich – Nachbetrachtung des Starkregens: Dank an die Feuerwehr und Tipps zur Vorsorge

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Robert Schilken, Herausgeber



[sc name=„kor” ]Dankesworte, Nachfragen aber auch Beschwerden errei­chen die Korschenbroicher Feuerwehr im Nachgang des Starkregenereignisses vom Wochenende. Eine Bilanz. 2500 Anrufe ver­zeich­nete die Feuerwehr am ver­gan­ge­nen Samstag. 

Bürgerinnen und Bürger rie­fen aus per­sön­li­cher Betroffenheit an, weil Ihre Keller voll Wasser lie­fen – oder weil sie Überflutungen im öffent­li­chen Straßenraum mel­den woll­ten. „Wir sind damit an unsere Kapazitätsgrenze gesto­ßen und weit dar­über hin­aus“, zieht Wehrführer Frank Baum Bilanz. „Die Feuerwehr ist für alle da. Aber lei­der konn­ten wir nicht über­all gleich­zei­tig sein“, stellt er bei der Betrachtung der Ereignisse fest.

120 Kräfte waren an 107 Orten im Einsatz. Bürgermeister Marc Venten hob in einem Dankesbrief die groß­ar­tige Leistung der Korschenbroicher Wehrleute her­vor: „(…) wir kön­nen uns in Korschenbroich auf unsere Feuerwehr ver­las­sen, die mit tech­ni­schem Gerät und per­sön­li­chem Zuspruch zur Stelle ist, wenn es dar­auf ankommt.“ „Auch Privatleute bedan­ken sich, weil wir Schaden abwen­den oder mini­mie­ren konn­ten“, berich­tet Frank Baum.

Leider gibt es aber auch Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern, die nicht ver­ste­hen kön­nen, warum ihnen nicht zuerst gehol­fen wurde. Wir muss­ten nach Gefahrenlage prio­ri­sie­ren“, erklärt Baum die Reihenfolge der Einsatzorte, „und wir bit­ten um Verständnis, dass wir zwar Keller leer­pum­pen, aber nicht für das Ausräumen und Trocknen zustän­dig sind.“ An die­ser Stelle möchte er auch Nachbarn sen­si­bi­li­sie­ren: „Viele haben mit ange­packt und beherzt zu Eimer und Aufnehmer gegrif­fen. Es gab aber lei­der auch Schaulustige, die lange Zeit untä­tig ste­hen blie­ben und sich dann abwendeten.“

Bereits im Betriebsausschuss wurde am Dienstagabend dar­über dis­ku­tiert, wie die Stadt sol­chen Starkregenereignissen in Zukunft begeg­nen kann. Die Bevölkerung ist auf­ge­ru­fen, Bilder und Videos zur Verfügung zu stel­len. Darüber hin­aus gibt Thomas Kochs, Technischer Betriebsleiter des Städtischen Entsorgungsbetriebes, fol­gende Tipps an alle Privathaushalte: „Ratsam ist eine Prüfung der Gegebenheiten. Wird Regenwasser zum Haus hin­ge­führt? Ist der eigene Kanal intakt und mit einer Rückschlagklappe ver­se­hen?“ Gerne unter­stützt der Städtische Entsorgungsbetrieb betrof­fene Eigentümer u.a. zu die­sen Fragen und emp­fiehlt mög­li­che Maßnahmen.

Für eine effi­zi­ente Beratung ist es wich­tig, dass wir vorab einige Informationen über das betrof­fene Grundstück erhal­ten“ weiß Thomas Kochs. Das geht unkom­pli­ziert mit dem Formular „Selbstauskunft Starkregen“, wel­ches im Bürgerserviceportal hin­ter­legt und beim Entsorgungsbetrieb tele­fo­nisch ange­for­dert wer­den kann.

Auch die Flyer zur Verhaltensvorsorge (Wie ver­halte ich mich bei Starkregen und Hochwasser rich­tig?) sowie zur Bauvorsorge (Wie schütze ich mein Haus vor Starkregen- und Hochwasserfolgen?) lie­fern wert­volle Tipps. Beide Flyer lie­gen in den Verwaltungsgebäuden zur Mitnahme aus und sind eben­falls im Bürgerserviceportal der Stadt Korschenbroich unter dem Stichwort „Starkregen“ abrufbar.

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