Grevenbroich – Starkregen: Hundertjährigen Ereignis – außer­ge­wöhn­li­che Situation

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Robert Schilken, Herausgeber



[sc name=„gv” ]„Am Donnerstag und am Samstag ist es in Grevenbroich zu außer­ge­wöhn­li­chen Starkregenereignissen gekom­men“, erklärt Bürgermeister Klaus Krützen. 

Am Donnerstag fie­len stel­len­weise 49,6 Millimeter Regen inner­halb von 20 Minuten, für Samstag wis­sen wir zumin­dest von einer Messstation in Gindorf, bei der die Regenmenge 40 Millimeter in 20 Minuten betrug. Von einem Hundertjährigen Ereignis spricht man ab 36–37 Millimeter .“

Viele Bürgerinnen und Bürger sind davon direkt betrof­fen. Sie haben an ihrem Eigentum Wasserschäden erlit­ten – in eini­gen Fällen, ins­be­son­dere in der Südstadt, sowohl am Donnerstag, als auch am Samstag. „Gegen sol­che Regenmengen hilft der beste Kanalbau nichts. Denn grund­sätz­lich sind wir gut auf außer­ge­wöhn­li­che Regenereignisse vorbereitet.

Die Kanäle sind so dimen­sio­niert, dass sie Regenereignisse, wie sie im Schnitt nur alle 30 Jahre vor­kom­men, pro­blem­los auf­fan­gen kön­nen. Neue Baugebiete und auch viele Einzelbauten ver­si­ckern mög­lichst an der Oberfläche. Die Hydraulik im Kanalnetz wird stän­dig über­prüft und ange­passt. Die Kanäle wer­den regel­mä­ßig gespült und die Straßeneinläufe gereinigt.

Trotzdem gibt es sicher­lich Stellschrauben, die noch ange­passt wer­den kön­nen. Denn ein soge­nann­tes Hundertjähriges Ereignis kommt lei­der immer häu­fi­ger vor. Deshalb habe ich für diese Woche die Wirtschaftsbetriebe, die Stadtbetriebe und die Feuerwehr zu einem „Runden Tisch“ ein­ge­la­den. Wir wol­len auf­ar­bei­ten, was genau am Donnerstag und am Samstag pas­siert ist, wie man kurz­fris­tig zu Verbesserungen kom­men kann und was gege­be­nen­falls auch mit­tel­fris­tig anzu­pas­sen ist“, kün­digt Krützen an.

Ein Maßnahmenpaket könnte bei­spiels­weise eine Verkürzung der Reinigungsintervalle beinhal­ten, oder auch klei­nere bau­li­che Veränderungen im Bereich des Schanzen- und des Elsbachtunnels. Für den Bereich Düsseldorfer Straße ist der Bau eines Regenrückhaltebeckens eine Option, um die Wassermassen, die dort vom Feld in den Ort spü­len, auf­fan­gen zu können.

Das haben die Wirtschaftsbetriebe schon vor dem aktu­el­len Regen unter­sucht. Klar ist aber auch: Alle bau­li­chen Maßnahme flie­ßen in die Entwässerungsgebühren ein. Und schließ­lich ist auch an alle Hauseigentümer zu appel­lie­ren, ihren Besitz mit Rückschlagventilen zu schüt­zen. Wenn die funk­tio­nie­ren, schafft das in sehr vie­len Fällen schon Abhilfe.“

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