Grevenbroich: Starkregen – der­zeit 50 Einsätze für die Feuerwehr – Altenheim betroffen

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Robert Schilken, Herausgeber



[sc name=„gv” ](FW Grevenbroich) Bereits zum zwei­ten Mal in die­ser Woche wurde das Stadtgebiet Grevenbroich von einem Starkregenereignis getroffen. 

Zum jet­zi­gen Zeitpunkt (Stand 19.00 Uhr) musste die Feuerwehr Grevenbroich 50 unwet­ter­be­dingte Einsätze abar­bei­ten. Es wurde Stadtalarm aus­ge­löst. Alle acht ehren­amt­li­chen Einheiten und die haupt­amt­li­che Wache sind im Einsatz.

In einem Altenheim an der Matthias-​Esser-​Straße im Stadtteil Elsen drang Wasser in einen Wohnbereich ein. Gegen 16.30 Uhr wurde Stadtalarm für die Feuerwehr Grevenbroich aus­ge­löst. Seitdem sind die Einsatzkräfte wie­der im Unwettereinsatz. Um 16.50 Uhr wurde der haupt­amt­li­che Rüstzug gemein­sam mit der Einheit Wevelinghoven nach Elsen alar­miert. Ins Untergeschoss des Seniorenzentrums drang mas­siv Wasser ein.

Zeitgleich wurde für den Rettungsdienst das Stichwort „Massenanfall an Verletzten Stufe 1“ aus­ge­löst, da nicht klar war, wie viele Bewohner durch die Wassermassen betrof­fen waren. Beim Eintreffen der Feuerwehr konn­ten bereits alle zehn Bewohner durch das Pflegepersonal in die erste Etage geret­tet wer­den. Dort wur­den sie vom Rettungsdienst gesich­tet. Verletzt wurde nie­mand. Die Feuerwehr kon­trol­lierte das Untergeschoss. „Auf rund 300 Quadratmetern waren 30–40 cm Wasser eingedrungen.

Auch die Aufzugsschächte waren voll­ge­lau­fen“, schil­dert Michael Wolff, Einsatzleiter der Feuerwehr Grevenbroich. Nachdem keine Gefahr mehr für die Bewohner bestand, wurde das Wasser abge­pumpt. Angaben zur Schadenshöhe kann die Feuerwehr nicht machen. Auf der Fahrt zum Altenheim muss­ten die Kräfte meh­rere Umwege in Kauf neh­men. Der Elsbachtunnel war über­flu­tet und nicht mehr befahrbar.

Wasser im Elsbachtunnel am 15.08.2020 in Grevenbroich. Foto: Feuerwehr Grevenbroich

Auch dort muss­ten Kräfte der Feuerwehr tätig wer­den und Wasser abpum­pen. Auf der Ausweichstrecke an der Bergheimerstraße waren ver­mut­lich durch einen tech­ni­schen Defekt die Bahnschranken geschlos­sen. So muss­ten die anfah­ren­den Kräfte auch dort wie­der aus­wei­chen. Derzeit ist die Feuerwehr Grevenbroich mit rund 90 Einsatzkräften an meh­re­ren Stellen im gesam­ten Stadtgebiet im Einsatz. Bei fast allen Einsätzen ist Wasser im Keller der Alarmierungsgrund.

Zudem wird geklärt, ob Kräfte aus Grevenbroich in der Nachbarstadt Jüchen tätig wer­den. Das Stadtgebiet Jüchen wurde mas­siv vom Starkregen getrof­fen. Eine Abschlussmeldung zum heu­ti­gen Unwetter folgt am mor­gi­gen Sonntag.

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