Gelungener Start: Schulpsychologischer Dienst des Kreises mit Tipps zur Einschulung

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Für 4.373 „i“-Dötzchen im Rhein-​Kreis Neuss beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Doch oft sind die Eltern auf­ge­reg­ter als die Kinder selbst. Der Schulpsychologische Dienst des Rhein-​Kreises Neuss gibt des­halb Tipps zur Einschulung.

Welchen Rat gibt es für die Zeit vor der Einschulung?
Eltern soll­ten ver­mei­den, die Kinder unter Druck zu set­zen. Stattdessen sollte die Vorfreude auf die Schule auf unter­schied­li­che Arten geför­dert wer­den. Beispielsweise kön­nen die Eltern den Anfängern von eige­nen schö­nen Erinnerungen aus der Schulzeit berich­ten oder gemein­sam das Packen und In-​Ordnung-​Halten der Schulsachen üben. Auch las­sen sich ganz ein­fach beim Einkauf neue Buchstaben auf Schildern sowie neue große Zahlen beim Zählen der Stufen beim Treppensteigen entdecken.

Wie kön­nen Eltern ihre Kinder beim Start unterstützen?
Für Schulanfänger ist es hilf­reich, wenn Eltern sie beim Aufbau der neuen Tagesstruktur unter­stüt­zen. Sie bie­tet den Kindern eine gute Orientierung zur Bewältigung des neuen Alltags. Dazu gehö­ren gemein­sa­mes Frühstücken, das Mitgeben eines gesun­den Pausenbrots, das Einüben des Schulwegs und das Einplanen fes­ter Hausaufgabenzeiten. Zusätzlich ist es zu Beginn sinn­voll, dass die Kinder mit den Eltern kon­trol­lie­ren, ob sich auch alles Benötigte für den nächs­ten Tag im Tornister befin­det. Zusätzlich för­dert der Glaube an die Fähigkeiten der Kinder und die tiefe Zuneigung zu ihnen das Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.

Was soll­ten Kinder bei der Einschulung können?
„Mein Kind kann schon bis 50 zäh­len“, „Und mein Kind kennt schon fast alle Buchstaben“ – diese und ähn­li­che Sätze wer­den Eltern viel­leicht von ande­ren Eltern gleich­alt­ri­ger Jungen und Mädchen gehört haben. Das ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung, denn alle Kinder star­ten mit unter­schied­li­chen Voraussetzungen, mit unter­schied­li­chen Stärken und Schwächen in der Grundschule. Schulanfänger müs­sen vor der Einschulung nicht schon lesen, schrei­ben und rech­nen kön­nen. Das ler­nen sie in der Schule.

Stattdessen soll­ten sie in der Lage sein, Alltagsgegenstände rich­tig zu benen­nen und ihre Erlebnisse in voll­stän­di­gen Sätzen zu erzäh­len. Zudem soll­ten sie zur Erleichterung des Schulalltags selb­stän­dig eigene Dinge ver­rich­ten kön­nen – wie zum Beispiel sich an- und aus­zu­zie­hen, eine Schleife zu bin­den oder das Essgeschirr rich­tig zu handhaben.

Was soll­ten Eltern tun, wenn Schwierigkeiten auftauchen?
Der Übergang zum Lernen in der Schule fällt vie­len Kindern weni­ger schwer als gedacht. Als Vorschulkinder haben sie bereits gelernt, sich auf bestimmte Aufgaben wie das Basteln, das Zuhören bei ihren Lieblingsgeschichten oder den Aufbau von Spielwelten über einen län­ge­ren Zeitraum zu kon­zen­trie­ren. Trotzdem ist das Kennenlernen von neuen Bezugspersonen, das Stillsitzen und Zuhören span­nend und auf­re­gend für die Kinder und muss nicht auf Anhieb rei­bungs­los funktionieren.

Eltern soll­ten ihren ABC-​Schützen zum einen die not­wen­dige Zeit ein­räu­men, sich an die Schule zu gewöh­nen, und zum ande­ren immer ein offe­nes Ohr für Probleme haben und ver­su­chen, diese gemein­sam zu lösen. Hilfreich ist es auch, Kinder zu ermu­ti­gen, mit einer ver­trau­ten Lehrkraft über auf­kom­mende Probleme zu spre­chen. Die stete Kommunikation unter­ein­an­der ist dabei wich­ti­ger als unüber­leg­tes, vor­schnel­les Handeln – auch und vor allem in der Corona-​Pandemie, die krea­tive Lösungen nicht nur von Schulen und Eltern, son­dern auch von Kindern erfordert.

Welche Empfehlungen gibt es zum Thema Schulweg?
Erstklässler soll­ten einen siche­ren kur­zen Schulweg so schnell wie mög­lich allein und ohne die Begleitung Erwachsener zu Fuß zurück­le­gen – idea­ler­weise gemein­sam mit ande­ren Kindern aus der nähe­ren Umgebung. Bewegung und Kontakt mit ande­ren Jungen und Mädchen för­dert die kör­per­li­che Entwicklung, das soziale Miteinander als auch die Eigenständigkeit. Auf all das müs­sen Schulanfänger ver­zich­ten, wenn sie von ihren Eltern direkt mit dem Auto bis vor die Schule gefah­ren werden.

Informationen über den Schulpsychologischen Dienst
Der Schulpsychologische Dienst des Rhein-​Kreises Neuss ist in Neuss, Grevenbroich und Dormagen mit Beratungsstellen und Sprechtagen prä­sent. Er ist Ansprechpartner für Eltern, Schüler und Lehrkräfte bei Fragen im Zusammenhang mit der Schule. Die Fachkräfte ver­fü­gen unter ande­rem über psy­cho­lo­gi­sches und sozi­al­päd­ago­gi­sches Wissen. Die Telefonnummer der Einrichtung lau­tet 0 21 31/​928 40 70, die E‑Mail-​Adresse schulpsychologie@rhein-kreis-neuss.de.

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