Kostenloses Online-​Angebot: Mehr als 93.000 Dächer im Kreis haben Solarstrom-​Potenzial

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Rhein-​Kreis Neuss – Lohnt sich Solarstrom für das eigene Haus? Das kos­ten­lose Online-​Solarpotenzialkataster des Rhein-​Kreises Neuss und der Sparkasse Neuss gibt eine Antwort auf diese Frage.

Interaktive Karten zei­gen, wie geeig­net das eigene Dach für die Nutzung von Sonnenenergie ist. Mehr als 93.000 Gebäude von ins­ge­samt knapp 288.000 Gebäuden im Rhein-​Kreis Neuss sind dafür gut geeig­net. Darauf wei­sen das Kataster- und Vermessungsamt des Rhein-​Kreises und die Dortmunder Firma Tetraeder hin, die das Kataster erstellt haben.

Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke sieht Solarstrom als sinn­vol­len Beitrag zum Klimaschutz. „Jeder kann damit einen per­sön­li­chen Beitrag zum Energiesparen und zum Klimaschutz leis­ten“, betont Petrauschke. Das Online-​Kataster gibt eben­falls einen Überblick über Dächer, die für eine Dachbegrünung in Frage kom­men. Denn auch grüne Dächer sind in vie­len Fällen eine Option: Sie wir­ken sich posi­tiv auf das Klima aus, weil sie Luftschadstoffe fil­tern, CO2 auf­neh­men und Starkniederschläge ver­zö­gert in die Kanalisation abge­ben.

Die Entscheidung für ein Solardach oder eine Dachbegrünung ist nicht nur ein sinn­vol­ler Beitrag zum Umweltschutz, son­dern rech­net sich auch für viele Hausbesitzer. Sie kön­nen den durch Sonne erzeug­ten Strom zum Beispiel selbst nut­zen. Wer sein Dach begrünt und ent­spre­chend dämmt, spart bei einem durch­schnitt­li­chen Einfamilienhaus bis zu sechs Prozent des Heizenergiebedarfs ein.

Auch der Rhein-​Kreis Neuss setzt auf Sonnenenergie: Auf fünf Kreisgebäuden in Neuss, Grevenbroich und Dormagen sol­len in Kürze Photovoltaik-​Anlagen errich­tet wer­den. Zunächst wer­den die Dächer der Michael-​Ende-​Schule in Neuss und des Kreisgesundheitsamtes in Grevenbroich mit Solartechnik aus­ge­stat­tet; anschlie­ßend fol­gen das Berufskolleg für Technik und Informatik am Neusser Hammfelddamm, das BBZ Grevenbroich und das BBZ Dormagen.

Der Kreis will den erzeug­ten Öko-​Strom vor allem selbst nut­zen. Landrat Petrauschke freut sich, dass sich die Investition lohnt. „Finanziell amor­ti­sie­ren sich die Investitionskosten von hoch­ge­rech­net ins­ge­samt 522.000 Euro etwa 10 Jahre nach Errichtung der Anlage. Für die rest­li­che Nutzungszeit wird eine Gesamtkostenersparnis von 823.000 Euro pro­gnos­ti­ziert“, rech­net er vor.

Sowohl das Online-​Solarpotenzialkataster als auch das Gründachpotenzialkataster sind mög­lich durch die Zusammenarbeit aller Kommunen im Kreis mit der Sparkasse. Der Rhein-​Kreis Neuss lie­ferte die Datengrundlagen für die von der Firma Tetraeder erstellte Homepage. Im ver­gan­ge­nen Jahr wurde das Solarpotenzialkataster 6.935 Mal auf­ge­ru­fen; allein in der ers­ten Jahreshälfte 2020 gab es wei­tere 4 431 Zugriffe. Besonders groß war die Nachfrage in Neuss mit 1.044 Aufrufen zwi­schen Januar und Juni 2020 sowie in Grevenbroich (855) und Meerbusch (609).

Sowohl das Gründach- als auch das Solarpotenzialkataster sind im Internet unter der Adresse www​.solare​-stadt​.de mit dem jewei­li­gen Stadtnamen zu fin­den, zum Beispiel www​.solare​-stadt​.de/​n​e​uss oder www​.solare​-stadt​.de/​j​u​e​c​hen.

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