Rhein-​Kreis Neuss – „Skoll“: Selbstkontrollseminar – Umgang mit Suchtmitteln

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – „Skoll“ steht für den selbst­kon­trol­lier­ten Umgang mit Suchtmitteln, und auch in die­sem Jahr rich­tet der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreisgesundheitsamts in Kooperation mit sei­nen Partnern ein „Skoll“-Training aus. 

Das Gruppenprogramm bie­tet sys­te­ma­ti­sche Unterstützung dabei, den eige­nen Konsum zu hin­ter­fra­gen mit dem Ziel, ihn zu sta­bi­li­sie­ren, zu redu­zie­ren oder ganz auf Suchtmittel zu verzichten.

Zehn Jahre ist es jetzt her, dass „Skoll“ als generations- und sucht­mit­tel­über­grei­fen­des Angebot im Rhein-​Kreis Neuss bekannt wurde. Damals lud die Drogenberatungsstelle (DROBS) der Stadt Neuss gemein­sam mit dem St.-Alexius-/St.-Josef-Krankenhaus zu einem Informationsnachmittag ein, um das Programm vor­zu­stel­len und Interessierte zu wer­ben. Stephanie Meuter vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreisgesundheitsamts, Susanne Rückheim von der DROBS und Michael Weege von den Caritas-​Sozialdiensten gehör­ten zum Kreis der Teilnehmer, absol­vier­ten eine „Skoll“-Trainer-Ausbildung und bie­ten seit­dem Gruppensitzungen an. Seit 2018 geschieht das in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) Neuss, die die Räume zur Verfügung stellt.

Skoll“ ist ein soge­nann­tes Selbstkontrolltraining, dass in Form von acht Treffen zu je zwei Stunden statt­fin­det. Je zwei Trainer beglei­ten eine acht- bis zwölf­köp­fige Gruppe. Sie spre­chen die ris­kant kon­su­mie­ren­den Jugendlichen und Erwachsenen an.

Dabei kann es um legale und ille­gale sowie stoff- und nicht-​stoffgebundene Suchtmittel gehen. Die in den ver­gan­ge­nen zehn Jahren gemach­ten Erfahrungen der „Skoll“-Trainer sind viel­fäl­tig und wach­sen mit jeder Gruppe. Auch die Rückmeldungen der Teilnehmer im Rahmen der Nachtreffen – in der Regel in der ach­ten Woche nach der letz­ten Gruppensitzung – zei­gen, dass das Training oft­mals den Erwartungen ent­sprach und den Teilnehmern wei­ter­ge­hol­fen hat.

Die Frauen und Männer berich­ten etwa, erst­mals über ihren Konsum von Alkohol, Nikotin, Internet oder Glücksspiel gespro­chen zu haben, was sie als große Erleichterung emp­fan­den. Dies wie­derum hat bei dem ein oder ande­ren zu Einstellungs- und Verhaltensänderungen geführt, so dass wei­ter­ge­hende Hilfen in Anspruch genom­men wurden.

Und das ist ein Ziel von „Skoll“: sich mit sei­nem sel­ber als kri­tisch emp­fun­de­nen Suchtmittelkonsum aus­ein­an­der­zu­set­zen, in der Gruppe Verständnis und Unterstützung zu bekom­men, eigene Ressourcen zu erken­nen und sie unter Umständen auch mit pro­fes­sio­nel­ler Hilfe zu nutzen.

Das nächste „Skoll“-Training star­tet am Montag, 5. Oktober, um 16 Uhr bei der VHS. Information und Anmeldung bei den Trainern Michael Weege (Telefon 0 21 31/​88 91 70), Susanne Rückheim (0 21 31/​52 37 90) oder Stephanie Meuter (0 21 31/​928 53 75).

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