Neuss: Taschendiebe beschäf­ti­gen die Kripo – 27-​Jähriger Tatverdächtiger nutzt den „Anrempel-​Trick”

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) Am Donnerstag (23.07.) ver­stän­digte ein 20-​Jähriger die Polizei und mel­dete den Diebstahl sei­nes I‑Phone 7 und sei­nes Portemonnaies aus den Taschen sei­ner Hose. 

Er konnte sich erin­nern, gegen 19 Uhr, von einem ande­ren Mann zunächst ange­rem­pelt und anschlie­ßend ent­schul­di­gend umarmt wor­den zu sein. Anschließend fehl­ten die Wertgegenstände und der Tatverdächtige war eben­falls fort.

Da Hinweise auf die Identität des mög­li­chen Diebes vor­la­gen, ermit­telt die Kripo inzwi­schen gegen einen 27-​jährigen Tatverdächtigen, der sich gegen­über Zeugen bereits damit gerühmt haben soll, regel­mä­ßig Leute mit­tels „Anrempeln” zu besteh­len. Bei einer Durchsuchung sei­ner Wohnung konnte das Diebesgut nicht auf­ge­fun­den wer­den. Der Verdächtige strei­tet der­zeit die Vorwürfe ab. Die Ermittlungen gegen ihn lau­fen jedoch wei­ter. Geprüft wird auch, ob er für wei­tere Fälle von Taschendiebstahl in Betracht kommt.

In Neuss zeig­ten alleine am Donnerstag (23.7.) fünf Menschen an, Opfer von Taschendieben gewor­den zu sein. Bis auf einen Supermarkt an der Normannenstraße lagen alle wei­te­ren Tatorte im Bereich der Innenstadt. In Geschäften haben Taschendiebe oft leich­tes Spiel. Sie len­ken ab, sie rem­peln an, sie bedie­nen sich an Taschen, denen ihre Besitzer gerade wenig Aufmerksamkeit schenken.

So erging es am Donnerstagvormittag einer 80-​Jährigen, die ihre Geldbörse im Einkaufstrolly ver­staut hatte, in einem Geschäft an der Krefelder Straße. Auch an der Hamtor‑, der Ober- und Niederwallstraße fie­len Kundinnen in den ver­gan­ge­nen Tagen Taschendieben zum Opfer. Im Nachhinein erin­nern sich die Frauen, zuvor ange­rem­pelt wor­den zu sein. In einem Fall wurde eine Verdächtige als zier­lich beschrie­ben. In einem ande­ren Fall han­delte es sich um zwei junge Frauen, die offen­bar gemein­same Sache machten.

Vom Täter im Supermarkt an der Normannenstraße – Tatzeit am Mittwoch (22.7.), gegen 15:30 Uhr, liegt der­zeit keine Beschreibung vor. Jedoch hob bereits 30 Minuten spä­ter ein bis­lang unbe­kann­ter Verdächtiger Geld mit der gestoh­le­nen Bankkarte an einem Automaten am Berliner Platz ab.

Die Polizei geht mit uni­for­mier­ten und zivil ermit­teln­den Beamten gegen Diebe vor. Doch man kann sich auch ein Stück weit sel­ber schützen.
Seien Sie vor­sich­tig, wenn Ihnen Fremde auf der Straße oder im Geschäft zu nahe kom­men. Nicht nur das aktu­elle Gesundheitsrisiko, son­dern auch die Gefahr des Taschendiebstahls sollte Sie skep­tisch in sol­chen Fällen wer­den lassen.

Tragen Sie so wenig Wertgegenstände und Bargeld bei sich, wie nötig und notie­ren Sie kei­nes­falls Ihre PIN auf einem Zettel oder im Handy.

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