Dormagen – Natürlich nach­hal­tig: Bereits 35 städ­ti­sche Grünflächen insek­ten­freund­lich umgestaltet

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Dormagens Grünflächen bekom­men insek­ten­freund­li­che Standards. Die Technischen Betriebe Dormagen (TBD) haben im Rahmen des Projekts „Dormagen tut etwas für Insekten“ in Kooperation mit der Biologischen Station bereits 35 städ­ti­sche Grünflächen im gesam­ten Stadtgebiet insek­ten­freund­lich umgestaltet. 

Dabei hat die Reduzierung der Mahd eine enorm hohe Bedeutung für die Förderung der bio­lo­gi­schen Vielfalt:„Je nach den vor­han­de­nen Pflanzenarten wer­den die Flächen nur noch drei­mal jähr­lich gemäht“, erklärt Carsten Wienberg vom Umweltteam der Stadt Dormagen.

Die Rückschnitte auf den Flächen erfol­gen schritt­weise, beim ers­ten Mähgang zu etwa 40, im zwei­ten Mähgang zu rund 60 und im drit­ten Mähgang dann zu knapp 80 Prozent der Gesamtfläche. „So bleibt immer etwas von den Wiesenpflanzen in ihrer Gänze auf den Flächen. Und Insekten, die in Pflanzenhalmen über­win­tern, kön­nen hier ein Habitat fin­den“, sagt Wienberg.

Aus Verkehrssicherheitsgründen und um einen Abstand zu den Nachbarn ein­zu­hal­ten wird in den Randbereichen der Flächen gege­be­nen­falls häu­fi­ger abge­mäht. „Insgesamt haben wir unsere Pflegemaßnahmen grund­le­gend über­ar­bei­tet, so dass sie sich viel stär­ker als bis­her am Artenschutz ori­en­tie­ren“, so Jens Wolf vom Bereich Grünflächen der TBD. Die neuen Standards wer­den auch den für die Stadt täti­gen Dienstleistern ver­mit­telt. Nach und nach sol­len noch mehr Wiesenflächen ent­ste­hen, auf denen Gräser, Kräuter und Blumen wach­sen, die als Nahrungsquelle und Lebensraum für Insekten bereit stehen.

Das Projekt für mehr Stadtnatur passt per­fekt zum Jahresmotto ‚Natürlich nach­hal­tig!‘ der Lokalen Allianz Dormagen. Unter dem Dach der Allianz soll­ten 2020 mög­lichst viele Aktivitäten zu den Themen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit statt­fin­den, durch die Corona-​Pandemie musste jedoch vie­les abge­sagt wer­den. „Umso schö­ner ist es, dass wir den­noch erfolg­rei­che Projekte wie die Holzbienen-​Aktion oder eben diese anschie­ben konn­ten, um die Arten- und Biotopvielfalt in unse­rer Stadt zu erhö­hen,“, sagt Klemens Diekmann, Sprecher der Lokalen Allianz.

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