Änderungen beim Elterngeld: Zeitlich befris­tete Sonderregelungen wegen Corona-Pandemie

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Damit Eltern beim Elterngeld keine Nachteile durch die Folgen der Corona-​Pandemie ent­ste­hen, hat die Bundesregierung diese Familienleistung vor­über­ge­hend ange­passt. Die Elterngeldstelle des Rhein-​Kreises Neuss weist dar­auf hin, dass zeit­lich befris­tete Sonderregelungen gelten.

Die Pandemie hat zur Folge, dass immer mehr Eltern die Voraussetzungen für das Elterngeld nicht erfül­len kön­nen. Väter und Mütter in sys­tem­re­le­van­ten Berufen zum Beispiel in der Pflege oder bei der Polizei wer­den an ihrem Arbeitsplatz drin­gend benö­tigt. Andere Eltern sind von Kurzarbeit oder Freistellungen betrof­fen und gera­ten in wirt­schaft­li­che Notlagen.

Werdende Eltern befürch­ten Nachteile bei der spä­te­ren Elterngeldberechnung, wenn sie wegen Corona in Kurzarbeit gehen müs­sen oder frei­ge­stellt wer­den. Damit die betrof­fe­nen Familien wei­ter­hin effek­tiv mit dem Elterngeld unter­stützt wer­den, tre­ten beson­dere Regelungen in Kraft.

Die Höhe des Elterngeldes ori­en­tiert sich grund­sätz­lich an dem Erwerbseinkommen der letz­ten zwölf Monate vor der Geburt eines Kindes oder vor Beginn der Mutterschutzfrist. Sofern wer­dende Eltern in die­ser Zeit frei­ge­stellt oder in Kurzarbeit sind, kön­nen diese Monate von der Elterngeldberechnung aus­ge­klam­mert und durch Monate vor die­sem Zeitraum ersetzt wer­den. Eltern, die in sys­tem­re­le­van­ten Branchen und Berufen arbei­ten, kön­nen Basiselterngeldmonate auch nach dem 14. Lebensmonat nehmen.

Der Partnerschaftsbonus, der die par­al­lele Teilzeit der Eltern erfor­dert, ent­fällt nicht, wenn Eltern wegen der Pandemie mehr oder weni­ger als geplant arbei­ten. Außerdem sol­len Einkommensersatzleistungen, ins­be­son­dere das Kurzarbeitergeld, wäh­rend des Bezuges die Höhe des Elterngeldes in allen drei Elterngeld-​Varianten (Basiselterngeld, Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonusmonate) nicht reduzieren.

Elterngeld erhal­ten alle Mütter und Väter, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und beruf­lich pau­sie­ren oder höchs­tens 30 Stunden in der Woche arbei­ten. Auch Auszubildende und Studierende, Hausfrauen und Hausmänner haben einen Anspruch auf Elterngeld. Das Basis-​Elterngeld beträgt min­des­tens 300 Euro und je nach Einkommen höchs­tens 1.800 Euro.

Mehr Informationen rund um das Elterngeld gibt es unter dem Link www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​e​l​t​e​r​n​g​eld sowie bei der Elterngeldstelle an der Königstraße 32–34 in Neuss unter Telefon 02131 928‑5161 bis ‑5164 und ‑5167 bis ‑5169 und per E‑Mail unter elterngeld@rhein-kreis-neuss.de.

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